Work-Life-Integration

Work-Life-Integration

Ganzheitliche WorkLife-Integration

Wie du Arbeit und Privatleben optimieren kannst

Was es mit dem Ausdruck „Work-Life-Integration“ auf sich hat und wie du damit ein ganzheitlich glückliches Leben führen kannst, erfährst du in diesem Beitrag, den ich auch bei Fair Coachings veröffentlicht habe.

Work-Life-Balance war gestern

Arbeit, Familie, Freizeit – sehr lange geisterte der Begriff der Work-Life-Balance in den Medien umher mit dem Ziel, eine vernünftige „Balance“ zwischen Arbeit und Privatleben zu finden. Aber ist es wirklich eine Balance, die wir suchen? Aus dem Begriff der Balance ergibt sich zwangsläufig eine Trennung von Arbeit und Privatleben. Da stellt sich die Frage:

Ist solch eine Trennung heutzutage überhaupt noch möglich?

Als Selbstständige(r) oder Unternehmer(in) verstehst du sicher, was ich meine. Als Angestellte(r) hast du spätestens seit Corona einen Eindruck davon bekommen, wie Arbeit und Privatleben immer mehr miteinander verschmelzen. 

Homeoffice wird immer mehr zur Normalität.

Und wir alle haben gesehen, dass Unternehmen auch funktionieren, wenn die Mitarbeiter nicht jeden Tag ins Büro kommen. Ein Zurück in „alte Zeiten“ wird es höchstwahrscheinlich nicht mehr geben.

 

Herausforderungen der Work-Life-Balance

Eine Trennung von Arbeit und Privatem ist nur schwer möglich, wenn die Kinder Hilfe bei den Hausaufgaben brauchen und fragen, wann es denn endlich etwas zu essen gibt. Und so Dinge wie Einkauf, Haushalt, Sport, Arztbesuche etc., die erledigt werden wollen, gibt es ja auch noch.

Aber nicht nur Corona hat die Welt verändert, auch die fortschreitende Digitalisierung führt zu noch nicht wirklich absehbaren Veränderungen der Arbeit und des Lebens generell.

Aber was hat das Ganze nun mit Work-Life-Integration zu tun?

Bei der ganzheitlichen Work-Life-Integration (kurz “WLI”) geht es darum, alle Lebensbereiche optimal miteinander zu verbinden bzw. zu integrieren. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil letztendlich alles irgendwie zusammenhängt und sich die individuellen Bedürfnisse je nach Alter, Lebensphase und Familienstand stetig verändern.

Kurzum: statt einer pauschalen Trennung von Arbeit und Privatleben ist das Ziel der Work-Life-Integration, das Leben und die Arbeit ganzheitlich zu betrachten und abhängig von der aktuellen Lebensphase individuell zu optimieren.

Die 4 Schritte zur ganzheitlichen Work-Life-Integration

Nun stellt sich natürlich die berechtigte Frage, wie ich meine persönliche WLI finden und umsetzen kann. Folgende vier Schritte können dir dabei helfen.

Schritt 1 – Ganzheitliche Bestandsaufnahme

Im ersten Schritt ist eine ganzheitliche Bestandsaufnahme im Jetzt (IST) sinnvoll. Hierbei geht es darum, mehr Klarheit darüber zu gewinnen, wo du denn momentan stehst und in welchen Lebensbereichen du unzufrieden bist bzw. dir eine Veränderung wünschst. Ein gleichzeitig einfaches und sehr hilfreiches Tool hierfür ist eine spezielle Form des Lebensrads (Hier kannst du dir ein gratis E-Book mit Lebensrad-Vorlage und hilfreichen Fragen sichern).

Neben der Betrachtung der verschiedenen Lebensbereiche empfehle ich auch, einen Blick auf die eigenen Bedürfnisse und die individuelle Persönlichkeit zu werfen.

Denn nur, wenn du weißt, wer du wirklich bist, kannst du auch herausfinden, was dich wirklich glücklich macht.

Falls dich die Themen Persönlichkeit und Verhalten näher interessieren, solltest du dir unbedingt mal diesen Artikel über das Genese-von-Verhalten-Modell anschauen. Dort erfährst du auch, was du überhaupt verändern kannst und wo du potenziell konditioniert wurdest.

Schritt 2 – Deine Vision: Träumen ist erlaubt

Während du im ersten Schritt deinen IST-Zustand genauer betrachtest, ist es im zweiten Schritt wichtig, herauszufinden, wie deine ideale Work-Life-Integration aussehen könnte (optimaler SOLL-Zustand oder auch Vision). Auch hier gibt es wieder verschiedene Tools, die dir dabei helfen können. Eine Methode, die ich gerne verwende ist z.B. die Walt-Disney-Methode.

Wichtig ist, dass du dir genügend Zeit nimmst und dir gut überlegst, wie denn dein idealer (Arbeits-)Tag aussehen soll. Schreib dir diesen Tag am besten auf oder noch besser: Kreiere dir dein eigenes „WLI-Vision-Board“.

Aber Vorsicht: nicht jeder kann mit einem Visionboard etwas anfangen. Je nachdem, was für ein „Typ“ du bist, kann es sein, dass dies sehr hilfreich oder eher hinderlich für dich ist.

Deshalb finde ich es auch so wichtig, im Rahmen der Bestandsaufnahme zu prüfen, welcher „Persönlichkeitstyp“ du bist. Denn nur dann ist es möglich, individuell auf dich zugeschnittene „Tools“ zu verwenden, mit denen du auch gerne „arbeitest“.

Schritt 3: Ressourcen und Ziele

Im dritten Schritt solltest du nun deinen Verstand „austricksen“, da beim „Träumen“ (Schritt 2) sicher Zweifel aufgetaucht sind, die eventuell aus bestehenden Glaubenssätzen entstehen. Nimm diese Zweifel aber bitte ernst und schreibe sie am besten auch auf, um diese später auflösen zu können. Dies hilft dir auch dabei, ein Gefühl für die Machbarkeit zu bekommen, denn nur wenn du das Gefühl hast, du kannst deine gewünschte Work-Life-Integration auch erreichen, wirst du auch motiviert genug sein, etwas dafür zu tun.

Eine beliebte Möglichkeit ist die Definition von konkreten und messbaren (Zwischen-)Zielen auf dem Weg zu deiner Vision. Ein Tool, welches du hierfür verwenden kannst ist die bekannte SMART-Methode.

Aber auch bei der Definition von Zielen gehen die Meinungen auseinander. Manche schwören darauf, andere verteufeln sie. Hier sollte auch wieder berücksichtigt werden, was dir liegt und womit du glücklich bist.

Neben den Zielen ist es auch wichtig, zu prüfen, welche „Ressourcen“ dir zur Verfügung stehen und wie deine aktuellen „Rahmenbedingungen“ sind. Hier geht es u.a. um Dinge wie deine finanzielle Situation und dein Wissen bzw. deine Berufserfahrung, aber auch um dein Umfeld und das „System“, in dem du momentan lebst. Denn die Gestaltung deiner optimalen Work-Life-Integration hängt auch von deinen „Talenten“ und deiner Umgebung ab.

Work-Life-Integration

TUN als vierter Schritt der Work-Life-Integration

Und schließlich – im vierten Schritt – geht es darum, ins TUN zu kommen. Was bringt dir deine Vision von einer ganzheitlichen WLI, wenn du dich nicht auf den Weg dorthin machst? 

Und ja, es werden Widerstände und Rückschläge kommen.

Aber sieh diese als Test, ob du es wirklich ernst mit der Umsetzung meinst. Und dann geh deinen Weg weiter. Es lohnt sich.

Eins noch: Denk daran, dass du nicht allein auf der Welt bist. Du bist Teil eines bzw. mehrerer „Systeme“ – sei es deine Familie, die Gesellschaft…

Überprüfe deine ganzheitliche Work-Life-integration auch dahingehend, ob diese im Einklang steht mit den Wünschen bzw. Bedürfnissen deines Umfelds.

Es wird dich auf Dauer nicht glücklich machen, wenn du deine optimale Work-Life-Integration lebst, deine Familie diese aber nicht wirklich gut findet. Auch hier ist es wieder wichtig, Leben und Arbeit ganzheitlich zu betrachten.

Auch kleine Schritte führen zu Veränderungen

Du musst nicht gleich dein ganzes Leben auf den Kopf stellen, um deine optimale Work-Life-Integration zu realisieren. Oftmals genügen auch kleine Schritte bzw. die Veränderung kleiner Dinge, um dein Leben glücklicher zu gestalten.

Aber auch hier ist es wieder wichtig, herauszufinden, wer du wirklich bist und was du wirklich willst, um nicht in eine falsche Richtung zu gehen. Zwei Tools, die dir dabei helfen können, sind der wissenschaftlich fundierte Deep O.C.E.A.N.-Test und eine ganzheitliche Human Design Analyse.

In diesem Sinne wünsche ich dir von Herzen, dass es dir gelingt, einen ganzheitlichen Weg zu finden, der es dir erlaubt, Arbeit und Privatleben optimal für dich und deine Familie zu vereinen bzw. zu integrieren.

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Deep O.C.E.A.N. Test

Human Design Analyse