Ikigai – Orientierung finden, die wirklich trägt
Ein bewusster Raum für Klarheit im Übergang
Ikigai wird oft als hübsche Grafik dargestellt.
Vier Kreise. Vier Fragen. Ein Versprechen von Sinn, Erfüllung und Berufung.
Doch Ikigai ist mehr als ein Modell.
Und Sinn lässt sich nicht einfach „ableiten“.
In meiner Arbeit verstehe ich Ikigai als bewussten Orientierungsraum –
für Menschen, die spüren, dass ein „Weiter so“ nicht mehr stimmig ist,
aber noch keine fertige Antwort auf das „Wie weiter?“ haben.
Ikigai ist dabei kein Ziel.
Es ist ein Raum, in dem sich Richtung zeigen darf.
Was Ikigai für mich bedeutet
Ikigai stammt aus Japan und lässt sich sinngemäß übersetzen mit
„das, wofür es sich zu leben lohnt“.
Der japanische Neurowissenschaftler Ken Mogi beschreibt Ikigai nicht als große Lebensaufgabe,
sondern als etwas, das im Alltag wächst:
durch kleine Schritte, durch Dranbleiben,
durch Freude am Tun und durch Präsenz im Jetzt.
Diese Haltung ist für mich zentral.
Ikigai entsteht nicht durch Selbstoptimierung
und nicht durch die „richtige“ Antwort,
sondern dort, wo Menschen sich wieder erlauben,
ehrlich hinzuschauen und ihrem inneren Erleben zu vertrauen.
Ikigai als bewusster Orientierungsraum
In Phasen der Neuorientierung braucht es oft keine schnellen Entscheidungen,
sondern einen Raum, in dem Fragen gestellt werden dürfen,
ohne sofort beantwortet werden zu müssen.
Ikigai fragt nicht: Was wäre ideal?
Sondern: Was passt wirklich – jetzt?
Nicht als Konzept, sondern als innere Ausrichtung.
Die Ikigai-Grafik – bewusst genutzt, nicht absolut gesetzt
In meinem Mentoring arbeite ich mit der bekannten Ikigai-Grafik
und den vier Orientierungsfragen:
-
Was erfüllt mich wirklich – jenseits von Erwartungen?
-
Was bringe ich natürlich mit?
-
Was will durch mich in die Welt?
-
Wie kann daraus ein stimmiger Beitrag entstehen – beruflich oder persönlich?
Diese Fragen sind kein Rezept
und keine Entscheidungsmatrix.
Sie dienen als Struktur, um Orientierung greifbar zu machen –
nicht, um Sinn zu berechnen.
Ikigai ist mehr als diese Grafik.
Die Grafik gibt Halt.
Der Prozess dahinter gibt Tiefe.
Ikigai ≠ Selbstoptimierung
Ikigai wird häufig missverstanden als Einladung,
sich neu zu erfinden oder „endlich den Sinn zu finden“.
In meiner Arbeit ist Ikigai das Gegenteil davon.
Es geht nicht darum,
-
mehr zu leisten
-
sich zu perfektionieren
-
einem Ideal zu entsprechen
Sondern darum,
-
sich selbst ernst zu nehmen
-
innere Signale wahrzunehmen
-
Entscheidungen reifen zu lassen
Ikigai bringt dich nicht weiter von dir weg,
sondern näher zu dir hin.
Die Verbindung von Ikigai & Human Design
Richtung trifft Umsetzbarkeit
Ikigai zeigt, was dich erfüllt.
Human Design zeigt, wie du stimmig lebst und entscheidest.
Diese Verbindung ist aus meiner Sicht entscheidend.
Denn ohne ein Verständnis für die eigene Energie
wird Ikigai schnell zu einer rein mentalen Sinnsuche.
Human Design bringt den Körper,
die Entscheidungsmechanik
und deine individuelle Art zu wirken mit ins Spiel.
So entsteht nicht nur Sinn,
sondern Umsetzbarkeit ohne Selbstverbiegung.
Ikigai gibt die Richtung.
Human Design zeigt den Weg dorthin.
Ikigai im Kontext meines Mentorings
Ikigai ist in meiner Arbeit kein isoliertes Tool.
Es entfaltet seine Wirkung im Zusammenspiel mit anderen Perspektiven, u. a.:
-
Human Design – für Entscheidungs- und Energie-Klarheit
-
salutogenes Denken – für Sinn, Kohärenz und innere Stimmigkeit
- integrale Sichtweisen auf Mensch, Rolle und Wirkung
Manchmal ist Ikigai der Einstieg.
Manchmal die Vertiefung.
Manchmal der Wendepunkt.
Wann Ikigai besonders hilfreich ist
Ikigai eignet sich besonders für Menschen,
-
die beruflich feststecken oder sich neu ausrichten wollen
-
die viel erreicht haben, aber innere Leere spüren
-
die zwischen Sicherheit und Sinn schwanken
-
die Entscheidungen nicht aus dem Kopf, sondern aus Klarheit treffen wollen
Weniger geeignet ist Ikigai,
wenn du nach schnellen Antworten oder fertigen Konzepten suchst.
Wie du mit Ikigai bei mir arbeiten kannst
Ikigai fließt in meine Begleitungen auf unterschiedliche Weise ein:
-
als Teil einer Einzelsession zur Standortklärung
-
eingebettet in Design your Work
-
integriert in mehrwöchige Mentoring-Prozesse
Was sinnvoll ist, klärt sich nicht über ein Angebot,
sondern über ein Gespräch.
Ein erster Schritt
Nicht jede Sinnfrage braucht sofort eine Antwort.
Manchmal braucht sie Raum.
Wenn du spürst,
dass „weiter so“ nicht mehr trägt,
aber „neu“ noch keine Form hat,
dann kann Ikigai
– als bewusster Orientierungsraum –
ein guter Ausgangspunkt sein.
Kein Verkauf.
Keine Erwartung.
Nur ehrliche Orientierung.