Auch Väter spüren Einsamkeit

Auch Väter spüren Einsamkeit

Fühlst du dich auch manchmal allein?

Wenn Kinder fort gehen

Die Tür schließt sich – Stille breitet sich aus.

 

Gerade noch waren die Kinder da – jetzt bin ich wieder alleine.

Von einem Moment auf den anderen breitet sich eine Leere in mir aus und mir wird wieder bewusst, wie sehr wir oftmals das Bedürfnis nach Nähe unterschätzen.

Es ist nicht so, dass ich das Alleinsein nicht genießen kann – ganz im Gegenteil: es gibt Zeiten, da brauche ich das, z.B. um einen klaren Kopf zu bekommen, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen oder auch um in Ruhe arbeiten zu können.

Aber leider können wir es uns nicht immer aussuchen.

Wenn uns die Kinder zu sehr in Beschlag nehmen, wünschen wir uns oft Zeit für uns und wenn sie dann weg sind, fehlen sie uns plötzlich.

Aber wie mit der Einsamkeit umgehen?

Da hat wahrscheinlich jeder seine eigene Lösung.

Ich für meinen Teil bin erstmal rausgegangen und habe meine Runde im Park gedreht. Normalerweise mache ich dies, um den Kopf frei zu kriegen und auch wenn die Gedanken rasend schnell und wirr durch den Kopf schießen, so tut es doch gut, die frische Luft zu atmen, den Boden auf der Erde zu spüren und die Stille der Natur zu genießen.

Und so langsam wandern die Gedanken von gefühlter Einsamkeit hin zu Dankbarkeit.

Ja, ich bin dankbar für jede Minute, die ich mit meinen Kindern verbringen darf. Dankbar, dass alle gesund sind. Dankbar, dass es sie gibt.

Loslassen heißt es da wohl. Loslassen in der Hoffnung, dass sie ihren eigenen Weg finden. Loslassen im Vertrauen, dass es der richtige Weg für sie ist. Und loslassen im Wissen, dass ich immer für sie da sein werde, wenn sie mich brauchen.

Und so sitze ich nun hier und schreibe meine Gedanken auf.

Auch das hilft.

Und mir wird wieder bewusst, dass ich nicht einsam bin, da wir für immer im Herzen verbunden sind.

Lebensphasen des Menschen

Lebensphasen des Menschen

Lebensphasen des Menschen – Veränderung als Chance

Alle 7 Jahre wieder: Neue Lebensphase – neue Perspektive?

Nichts im Leben ist so konstant wie die Veränderung. Alles fließt. Sicherheit ist eine Illusion. 

So oder so ähnlich hören wir es immer wieder und leider (oder zum Glück?) ist es auch so. Immer wieder gibt es Phasen im Leben, in denen wir vor einer Veränderung stehen, in denen etwas Altes zu Ende geht und ein Neubeginn auf uns wartet. Dies ist nicht immer einfach. Denn vor allem, wenn eine Phase von einer längeren Stabilität geprägt war, entstehen Zweifel und Ängste, wenn uns die gewohnte Sicherheit plötzlich verloren geht. 

Aber das muss nicht sein: denn jede neue Lebensphase birgt auch eine große Chance. Und wenn du dich rechtzeitig mit diesem Thema bzw. den anstehenden Herausforderungen auseinandersetzt, kann sich hieraus auch etwas Wundervolles ergeben. Warum das so ist und wie du diese Chance für dich nutzt, um neue Perspektiven zu gewinnen, erfährst du in diesem Beitrag. 

Die Magie der 7

Wahrscheinlich gibt es so viele verschiedene Lebensphasen-Modelle wie es Leben gibt ; )

Aber wer kennt nicht den Ausspruch “das verflixte siebente Jahr”? Die Zahl 7 hatte schon immer etwas Magisches an sich und wir begegnen ihr immer wieder. Einige Beispiel: Die Woche hat 7 Tage, der Regenbogen 7 Farben, es gibt 7 Chakren, 7 Todsünden und auch Schneewittchen hatte 7 Zwerge. Und demzufolge ist es naheliegend, dass es auch Theorien gibt, die davon ausgehen, dass unser Leben in 7-Jahres-Zyklen verläuft.

Damit der Beitrag nicht zu lange wird, lasse ich im folgenden eine Beschreibung der ersten 21 Jahre bewusst außen vor. Ich schätze mal, dass die meisten LeserInnen diese Phase(n) der Kindheit, Jugend und des Erwachsenwerdens schon mehr oder weniger erfolgreich hinter sich gebracht haben.

Die (aktive) Zeitspanne zwischen 21 und 42 Jahre

Spannender wird es dann mit dem zweiten “21-Jahre-Block”: In diesem, oftmals als aktive Phase bezeichneten Lebensabschnitt, findet v.a. die Auseinandersetzung mit sich selbst und der Umwelt statt. Mehrere wichtige Themen stehen hier an: Berufswahl, Karriere, Familie – und demzufolge auch große Herausforderungen für jede Work-Life-Optimierung ; )

Auch dieser Lebensabschnitt lässt sich wiederum in drei Phasen von jeweils sieben Jahren unterteilen: 

Sturm und Drang (21-28 Jahre)

Die Phase zwischen 21 und 28 Jahren wird gerne auch Sturm-und-Drang-Phase genannt. Es ist die erste richtige Phase des Erwachsenenalters, eine Zeit des Aufbruchs, oftmals verbunden mit dem Wunsch nach mehr Autonomie und der endgültigen Loslösung vom Elternhaus. Diese Phase ist auch geprägt von vielen neuen Erfahrungen und Entdeckungen – Erleben hat i.d.R. einen sehr hohen Stellenwert. 

Der Fokus liegt auf der Ausbildung, der richtigen Berufswahl und auf der neu gewonnenen Freiheit und Selbstständigkeit. Körperlich “gereift” und “voll im Saft stehend” wenden wir uns nun verstärkt dem Thema Selbstverwirklichung und zwangsläufig auch dem Thema Selbstverantwortung zu. Die wesentlichen Fragen drehen sich in dieser Phase um den Beruf: 

  • welcher Beruf ist der richtige für mich? 
  • was bereitet mir Freude, was mache ich gern?
  • Welcher Job passt zu meinen Talenten und Fähigkeiten?
  • Wo kann ich mich am besten verwirklichen und gleichzeitig Geld verdienen? 

Leider ist es häufig so, dass wir diese Fragen in jungen Jahren gar nicht so richtig beantworten können, da wir es einfach nicht wissen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Nicht jeder hat sich mit seinen Stärken und den eigenen Wünschen bewusst auseinandergesetzt. Empfehlenswert ist hier z.B. die Beschäftigung mit den vier Kernfragen von ikigai (siehe z.B. Video zum Thema ikigai).

Das Bewusstsein der eigenen Stärken ist nicht nur bei der Berufswahl sehr hilfreich. Es gibt hierfür natürlich zahlreiche (Persönlichkeits-)Tests, jedoch ist nicht jeder wirklich hilfreich (ich verwende z.B. in meinem Coaching den wissenschaftlich fundierten Deep O.C.E.A.N.-Test).

Familienglück und Karriereplanung (28-35 Jahre)

Ausbildung, Studium und die ersten Berufsjahre hinter sich und um viele Erfahrungen reicher, kommt im Alter zwischen 28 und 35 Jahren dann eine Phase, die oftmals mit Familienplanung bzw. -gründung einhergeht. Der Ernst des Lebens beginnt, das Leben nimmt Fahrt auf, sowohl privat als auch beruflich. Hohe Leistungsfähigkeit, weitere Karriereschritte, gemeinsame Zukunftspläne (Kinder, Haus, Altersvorsorge etc.) prägen diese Phase.

Für viele ist diese Phase eine “Reifephase”, da neben der Selbstverantwortung nun auch die Verantwortung gegenüber dem Partner und den Kindern dazu kommt. Dies ist oft auch verbunden mit einer Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse. Vor allem für Frauen ergeben sich hier einige Herausforderungen, was die Vereinbarung von Arbeit und Familie angeht. Aber auch viele Männer erkennen zum Glück immer mehr den Wert einer verantwortungsvollen Vaterrolle. Auch diese Phase ist natürlich mit Herausforderungen verbunden, jedoch werden diese i.d.R. gemeinsam gemeistert, so dass uns hier zumeist das idealtypische Bild einer jungen Familie mit Haus und Garten und einer wundervollen und glücklichen Zukunft vermittelt wird.

Erste Standortbestimmung (35-42 Jahre)

Leider hält auch diese Phase nicht ewig und oftmals ergeben sich im Alter zwischen 35 und 42 Jahren erste größere Krisen sowohl mit sich selbst als auch in der Partnerschaft. Oftmals gelingt der Spagat zwischen Arbeit und Privatleben nicht mehr so, wie wir uns das gewünscht haben. Wir werden selbstkritischer, aber auch kritischer gegenüber unserer Umwelt. Gesundheitliche, berufliche oder private Krisen führen zu einer tieferen Reflexion bzw. einer ersten Standortbestimmung mit folgenden Fragen:

  • Wo stehe ich gerade?
  • Was habe ich bisher erreicht?
  • Wo will ich eigentlich hin? 

Vielleicht ist nun der ideale Zeitpunkt für eine tiefergehende Ist-Analyse gekommen (z.B. mit dem ganzheitlichen Work-Life-Lebensrad). Denn diese kann dabei helfen, sich auf den nächsten Lebensabschnitt vorzubereiten, der für das weitere Leben oftmals eine entscheidende Rolle spielt.

Lebensmitte – Krise oder Chance?

Da ist sie also, rein statistisch gesehen die Lebensmitte zwischen 42 und 49 Jahren. Wir spüren, dass die körperliche Vitalität langsam abnimmt, die Endlichkeit des Lebens wird uns immer bewusster und die Frage nach dem Sinn von allem beschäftigt uns das erste Mal so wirklich. Wo sind sie hin unsere Träume, die wir noch vor Jahren hatten? Was bringt mir der ganze berufliche Erfolg? Bin ich wirklich ganzheitlich glücklich? 

Sinnkrise, Midlife-Krise oder was auch immer – eine Um- bzw. Neuorientierung drängt sich auf. Dies erfordert jedoch ein Loslassen von alten gewohnten Dingen und eine ehrliche Selbstreflexion. Dazu gehört auch Mut. Nicht selten hindert uns jedoch unser Harmonie- und Sicherheitsbedürfnis daran, wirklich etwas zu verändern und wir machen weiter wie bisher, obwohl wir damit unglücklich sind. 

Dass sich jedoch etwas verändern sollte ist uns – zumindest unbewusst – klar. Solch eine Veränderung muss nicht zwangsläufig radikal sein, wie z.B. eine Trennung oder Kündigung. Manchmal reicht auch eine ehrliche Betrachtung des Themas. So kann z.B. durch eine offene und ehrliche Kommunikation mit dem Partner eine neue Basis bzw. eine neue gemeinsame Vision für die nächste Lebensphase geschaffen werden. Und auch hier ist es wieder wichtig, erst einmal sich seiner selbst bzw. der eigenen Persönlichkeit sowie der Verhaltens- und Denkmuster bewusst zu werden. Hierdurch bekommen wir nämlich mehr Verständnis für uns und unser Umfeld.  

Hinterm Horizont geht’s weiter (49-56 Jahre)

Je nachdem, inwieweit es uns gelungen ist, die Krise der Lebensmitte zu meistern, erreichen wir nun eine Lebensphase (49 – 56 Jahre), in der wir noch einmal neu durchstarten können oder eher verbittert durchs Leben gehen. Wenn wir es z.B. nicht schaffen, unser fortschreitendes Alter zu akzeptieren und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was uns wirklich guttut, besteht die Gefahr, dass wir verzweifelt versuchen, “einen auf jung zu machen”: ein neuer Sportwagen, eine junge Geliebte, ein jugendliches Outfit – letztendlich nur eine Selbsttäuschung, die sich früher oder später zwangsläufig in Luft auflöst bzw. noch unglücklicher macht, wenn man irgendwann aus der Selbsttäuschung erwacht. 

Sinnvoller ist es, in dieser Phase einen neuen Lebensrhythmus und neue Perspektiven zu finden, zu akzeptieren, dass man eben keine 20 mehr ist und den Wert der Erfahrung zu schätzen lernt. Folgende Fragen können dabei helfen: 

  • Worauf soll mein Fokus für die kommenden Jahre liegen? 
  • Wie kann ich mehr Sinnhaftigkeit und Freude in mein Leben bringen?
  • Soll ich mich beruflich nochmals umorientieren?
  • Wie kann ich meine Erfahrung möglichst sinnvoll weitergeben?
  • Was kann ich tun, um körperlich und geistig fit zu bleiben? 

Vielleicht ist dein Weg ja eine Neuorientierung; du könntest z.B. etwas Neues aufbauen, dich selbstständig machen und dich dort verwirklichen. Eine Tätigkeit, die dir Freude bereitet und wo du deine Fähigkeiten und Talente optimal einsetzen kannst. Und wer weiß, vielleicht findest du dabei ja auch dein ikigai bzw. dein ganzheitliches Glück.

Auch eine Partnerschaft kann in dieser Phase neu erblühen – wenn beide Seiten bereit sind, den anderen so zu akzeptieren wie er bzw. sie ist. Wenn z.B. beide Partner durch einen Test die Persönlichkeitsausprägungen des anderen besser verstehen, wird relativ schnell deutlich, wo “Krisenpotential” besteht und was man dagegen tun (auch hier empfehle ich den Deep O.C.E.A.N.-Test als Basis). Zudem empfehle ich gerne einen Austausch über die gemeinsame Vision. Wenn beide Partner eine zumindest ähnliche Vorstellung von der (gemeinsamen) Zukunft haben, ist das eine starke Basis für die Beziehung und auch potentielle Hindernisse können dann einfacher überwunden werden.

Heute schon an morgen denken – der lange Weg zur Weisheit (56-63 Jahre)

Irgendwann ist es dann soweit: Das Ende des Berufslebens und der Einstieg ins Rentenalter rücken so allmählich näher (ich ignoriere jetzt einfach mal die fortschreitende Anhebung des Rentenalters wink). Wir schauen zurück auf ein langes Berufsleben, die Kinder sind schon erwachsen, wir müssen uns nichts mehr beweisen und können schon langsam die Zeit des Ruhestands planen.

Sinnhaftigkeit spielt weiterhin eine große Rolle und somit auch der Wunsch, etwas Gutes zu tun. Wie wäre es denn, deine umfangreichen Erfahrungen an jüngere Generationen weiterzugeben und eine Art MentorIn zu sein? Oder du engagierst dich ehrenamtlich für etwas, das dir wirklich am Herzen liegt. 

Wichtig in dieser Phase ist die rechtzeitige Beschäftigung mit der Zeit nach dem Berufsleben. Ein paar ganzheitliche Fragen, die dir dabei helfen, sind z.B.:

  • Wie schaffe ich einen fließenden Übergang in die Zeit nach dem Berufsleben?
  • Habe ich auch finanziell vorgesorgt? 
  • Wie werde ich meine freie Zeit zukünftig sinnvoll gestalten? 
  • Wie kann ich aktiv bleiben, um nicht geistig und körperlich zu “verkümmern” oder in Langeweile und Depression zu versinken? 
  • Kann ich den “Ruhestand” auch als eine Art Neubeginn nutzen?

Mit 63 ist noch lange nicht Schluss

Und damit endet schließlich der dritte 21-Jahre-Lebensabschnitt, aber das Leben ist (hoffentlich) noch lange nicht vorbei. Rein statistisch gesehen haben wir noch einige Jahre vor uns und es liegt an uns, was wir daraus machen. 

Leider ist es so, dass viele mit Beginn der Rente in eine Art Loch fallen, sich plötzlich wertlos vorkommen oder nicht wissen, was sie mit der vielen Zeit plötzlich anfangen sollen. Deshalb ist es so wichtig, sich rechtzeitig damit auseinander zu setzen und nicht erst, wenn der Tag X gekommen ist.

    Du solltest jedoch nicht all deine Vorhaben und Träume auf den Ruhestand verlegen, getreu dem Motto “wenn ich erst einmal in Rente bin, dann…”. Denn leider wissen wir nicht, wieviel Zeit uns gegeben ist. Deshalb beginne rechtzeitig damit, herauszufinden, was du wirklich willst, was dich ganzheitlich glücklich macht und welche Dinge du noch erleben möchtest (z.B. in Form eine “bucket list” oder “Löffelliste”). 

    Ein erster sinnvoller Schritt wäre deshalb eine kostenfreie Ist-Analyse mit dem Lebensrad (Link zum Lebensrad), der Deep O.C.E.A.N.-Persönlichkeitstest inkl. Auswertungsgespräch oder einfach auch ein unverbindliches Klarheitsgespräch.

    Hochsensibilität – ist mein Job der falsche für mich?

    Hochsensibilität – ist mein Job der falsche für mich?

    Der integrale Job-Test für Hochsensible

    Bist du hochsensibel bzw. feinfühlig? Dann leidest du wahrscheinlich auch unter einer schnellen Reizüberflutung. Nicht nur im privaten Bereich, sondern ebenso in der Arbeit tun sich hochsensible Menschen manchmal schwer, da sie häufig durch die gegebenen Rahmenbedingungen in der optimalen Ausübung ihrer Tätigkeit beeinträchtigt werden.

    Ob Großraumbüro, fehlende Rückzugsmöglichkeit oder die Frage nach der Sinnhaftigkeit – es gibt einige Faktoren, die bei feinfühligen Menschen zu Stress führen können. Auch Themen wie Überforderung, Unterforderung oder das allseits bekannte Hamsterrad werden bei Hochsensibilität schneller “getriggert”. 

    Aber egal, ob hochsensibel oder nicht: Hast du schon mal darüber nachgedacht, ob du nicht doch im falschen Job bist? Der folgende “Schnelltest” auf Basis der integralen Theorie liefert dir erste Erkenntnisse und Einsichten diesbezüglich.

    Auf das Thema integrale Theorie möchte ich an dieser Stelle nicht im Detail eingehen. Nur so viel: letztendlich geht es – vereinfacht gesagt – um vier verschiedene Perspektiven, die wir einnehmen können, um ein Thema – in diesem Fall deine Arbeit – übergreifend bzw. integral zu betrachten.

    Wie sieht es mit deiner inneren Einstellung aus?

    Beginnen wir unsere integrale Reise bei deinem Mindset und der Frage: wie sieht es mit deinen Gedanken und Gefühlen aus? Nimm dir dazu gerne mal etwas Zeit und schreibe auf, wie du dich fühlst, wenn du an deine aktuelle Arbeit denkst. Welche Gedanken schießen dir als Erstes durch den Kopf? Schreib’ einfach drauf los, ohne irgendwelche “Filterfunktion”. 

    Wenn du das getan hast, prüfe, ob du mehr positive oder negative Dinge aufgeschrieben hast. Dies könnte dir einen ersten Anhaltspunkt über deine innere Einstellung zu deiner Arbeit geben. Falls nun nämlich vor allem negative Gedanken und Gefühle auf deinem Papier stehen, solltest du auf jeden Fall mal darüber nachdenken, warum das so ist und entweder dein Mindset oder die Ursachen ändern.

    Fakten, Fakten, Fakten

    Nach dem Ausflug in deine Gedanken- und Gefühlswelt geht es nun um Fakten bzw. objektive Gegebenheiten. Gehe hierfür einmal deinen gesamten Arbeitstag (inkl. Weg zur Arbeit) durch und frage dich:

    • Was stört dich an deiner aktuellen Tätigkeit und was gefällt dir?
    • Welche deiner Arbeitsinhalte findest du sinnvoll, welche nicht?
    • Kannst du deine Talente und Fähigkeiten bei deiner Arbeit einsetzen?
    • Wie ist deine Arbeitsbelastung? Wie sind deine Arbeitszeiten?
    • Hast du genügend Freiraum für deine Kreativität?
    • Wieviel verdienst du? Findest du dein Gehalt angemessen?

    Wie gesagt, hier geht es v.a. um die Fakten bzw. objektiven Gegebenheiten und inwiefern diese dich als hochsensiblen Menschen in deiner Tätigkeit beeinflussen. Auch hier lade ich dich ein, die positiven und negativen Dinge während deines Arbeitstages gegenüberzustellen und zu schauen, welcher Anteil überwiegt. 

    Gemeinsam statt einsam

    Kommen wir nun zur Beziehungsebene – schließlich sind wir ja i.d.R. keine Einzelkämpfer im Beruf, sondern umgeben von Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten dürfen. Egal ob Vorgesetzte(r) oder KollegInnen. Gerade für hochsensible bzw. feinfühlige Menschen ist die emotionale Ebene sehr wichtig. Deshalb auch hier ein paar Impulsfragen: 

    • Wie fühlt sich für dich die Zusammenarbeit im Team an? 
    • Erhältst du in der Arbeit die Wertschätzung und Anerkennung, die du verdienst?
    • Hast du das Gefühl, deine Feinfühligkeit wird gesehen und respektiert?
    • Empfindest du das Arbeitsklima eher als ein harmonisches Miteinander oder ein konkurrenzbetontes Gegeneinander?

    Fehler im System?

    Zu guter Letzt betrachten wir noch die “systemischen” Gegebenheiten bzw. das berufliche Umfeld. Gerade bei Hochsensiblen ist eine “stimmige” Umgebung wichtig als Voraussetzung, um optimal arbeiten zu können. In Zeiten von Homeoffice gibt es hier inzwischen mehr Möglichkeiten, aber nicht jedem sind diese zugänglich. Ein Großraumbüro kann so schnell zur “Hölle” werden. Deshalb auch hier ein paar Impulsfragen: 

    • Wie sieht es mit deinem Arbeitsplatz und deinen generellen Arbeitsbedingungen aus?
    • Gibt es ausreichend Rückzugsmöglichkeiten für dich?
    • Fühlst du dich häufig gestört von der Geräuschkulisse am Arbeitsplatz?
    • Wie sieht es mit deinem Arbeitgeber aus? Ist die Unternehmensphilosophie in deinem Sinne? Werden die dort beschriebenen Werte auch wirklich gelebt?
    • Würdest du sagen, dein Unternehmen schafft einen sinnvollen Mehrwert für unsere Welt?

    Und was lernen wir jetzt daraus?

    Das waren natürlich nur einige Impulse aus verschiedenen Perspektiven. Als feinfühliger Mensch hast du aber wahrscheinlich schon ein gutes Gefühl dafür bekommen, ob dein Job der richtige für dich ist oder nicht. Vielleicht hast du für dich festgestellt, dass es eigentlich ganz gut passt – bis auf ein paar Dinge. Dann solltest du auf jeden Fall erstmal dankbar sein und dir überlegen, was du kurzfristig tun kannst, um die noch vorhandenen “Störfaktoren” achtsam zu beseitigen. 

     Falls du jedoch das Gefühl bekommen hast, dass ein paar kleine Veränderungen nicht wirklich helfen, musst du jetzt natürlich nicht gleich kündigen. Hier würde ich dir empfehlen, nicht nur deine Arbeit, sondern auch dein Leben einmal detailliert aus ganzheitlicher Sicht zu betrachten. Hierfür gibt es ein sehr hilfreiches Tool, welches ich dir gerne schenke. Schau doch mal unter: https://www.integral-erfolgreich.de/bestandsaufnahme und sichere dir dieses Geschenk.

    Auf Basis der daraus gewonnenen Erkenntnisse kannst du dann z.B. mit den vier Kernfragen von ikigai den nächsten Schritt gehen und überlegen, wie die perfekte Arbeit für dich aussehen könnte. Denn in dir schlummern besondere Fähigkeiten, die nur darauf warten, endlich sinnvoll eingesetzt zu werden, um deinen Beitrag für die Welt zu leisten.

    Warte deshalb nicht zu lang, sondern sei es dir wert, dein Leben selbstbestimmt zu gestalten. 

    Erfolglos im Business?

    Erfolglos im Business?

    4 Erfolgsfaktoren für deine Selbstständigkeit

    Erfolg im Business bzw. in der Selbstständigkeit ist kein Selbstläufer. Du arbeitest wie verrückt und trotzdem bleibt oftmals der gewünschte Erfolg aus. In diesem Beitrag zeige ich dir die 4 „Zutaten“, die nötig sind, damit du glücklich und erfolgreich mit deinem Business bist.

    Was macht dich wirklich glücklich?

    Beginnen wir erstmal mit dem Glück. Hast du dich schon einmal gefragt, was dich wirklich glücklich macht? Ich weiß, diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, weil Glück aus meiner Sicht ein ganzheitlicher Zustand ist, der sich aus verschiedenen Bereichen zusammensetzt: glückliche Beziehung, Familienglück, Gesundheit…

    In diesem Beitrag fokussiere ich mich jedoch auf die Arbeit bzw. dein Business. Welche Faktoren spielen hier eine entscheidende Rolle für dein Glück?

    Was bereitet dir Freude?

    Da wäre zum einen die Freude und die Frage: Bereitet dir deine Arbeit bzw. deine Selbstständigkeit Freude?

    Falls das nämlich nicht der Fall ist, wird die fehlende Begeisterung und (Eigen-)Motivation früher oder später zu mehr Frust führen und auch deine Kunden/ Klienten werden dies mit Sicherheit irgendwann an deiner „Performance“ merken.

    Was kannst du wirklich gut?

    Das zweite Element ist die Verwirklichung bzw. die Möglichkeit, deine Talente und Fähigkeiten in deiner Arbeit bzw. Selbstständigkeit einzubringen.

    Wenn es dir nicht möglich ist, deine wahren Talente zu nutzen, läufst du Gefahr, dass irgendwann jemand anderes kommt, der auf dem Gebiet einfach besser ist und dich „überholt“. Zudem wirst du dich auf Dauer unterfordert fühlen.

    Macht das alles Sinn?

    Drittens, die Sinnhaftigkeit. Siehst du einen Sinn bzw. Mehrwert in deinem Tun? Braucht die Welt das, was du anbietest?

    Falls nicht, wirst du irgendwann ein Gefühl der inneren Leere bzw. Sinnlosigkeit spüren und auch dein Business wird sich schwertun, da das, was du in die Welt bringst, nicht wirklich nachgefragt wird.

    Diese drei Faktoren sind aus meiner Sicht entscheidend dafür, ob du mit deiner Arbeit glücklich bist oder nicht. Im positiven Falle hast du vielleicht deine Mission und/ oder deine Passion gefunden.

    Finanzielle Sicherheit

    Aber es gibt da noch einen vierten Punkt, den du vielleicht auch schon vermisst hast: die finanzielle Sicherheit. Ja, du solltest mit deinem Tun auch Geld verdienen. Als Angestellter hast du in der Regel dein festes Einkommen, als Selbstständige(r) ist es leider nicht ganz so einfach.

    Falls du also mit deinem Business nicht genügend Geld verdienst, um davon leben und dir auch mal etwas leisten zu können, wirst du dich auf Dauer wertlos und erschöpft fühlen, weil du wahrscheinlich sehr viel Energie in deine Arbeit steckst, der resultierende Ertrag daraus jedoch überschaubar und unzureichend ist. Und irgendwann wird der Punkt kommen, wo du aus finanziellen Gründen dein Business aufgeben musst oder aus Enttäuschung von selbst aufgibst.

    Drei Tipps für deinen finanziellen Erfolg

    Damit dies nicht passiert, ist es wichtig, dir Gedanken darüber zu machen, wie du mit deinem Business eben auch finanziell erfolgreich werden kannst. Darüber könnte ich jetzt ganze Romane schreiben, aber an dieser Stelle möchte ich dir nur drei einfache Tipps mit auf den Weg geben:

    • Analyse: Nutze z.B. das Canvas Businessmodell, um die verschiedenen Einflussfaktoren auf dein Business zu „analysieren“
    • Kalkulation: Erstelle eine Einnahmen- / Ausgabenrechnung, idealerweise mit Excel und pflege diese, um jederzeit einen Überblick über deine finanzielle Situation zu haben
    • Information: Informiere dich über die aktuellen Zukunftstrends und welche Auswirkungen diese auf dein Business haben werden (Stichwort: Digitalisierung)

    Der nächste Schritt

    Erkenntnis ist das Eine, die Umsetzung das andere. Ich bin überzeugt davon, dass du langfristig nur dann erfolgreich und glücklich sein wirst, wenn du es schaffst, alle 4 Faktoren in deinem Leben und in deiner Arbeit bzw. deinem Business umzusetzen. Wie das für dich konkret funktionieren kann, das zeige ich dir gerne bei einem unverbindlichen Klarheitsgespräch.

    Der Friedhof – unser Lehrmeister

    Der Friedhof – unser Lehrmeister

    Da stehe ich nun vor den Gräbern und muss an einen meiner Lieblingsfilme denken: Club der toten Dichter. Ihr kennt sicher auch die Szene, wo die Schüler in der Eingangshalle stehen und die Fotos betrachten von all den jungen Burschen voller Energie und Tatkraft, die inzwischen alle unter der Erde liegen.

    Carpe diem – nutze den Tag. Macht etwas Sinnvolles aus eurem Leben – haucht Robin Williams alias John Keating den Schülern ins Ohr.

    Der Friedhof – unser Lehrmeister

    Wo sonst als auf dem Friedhof wird uns so sehr bewusst, dass unser Leben endlich ist?

    Kein Mensch weiß, wie viel Zeit ihm gegeben ist und wann der Tag kommt, wo er auf sein Leben zurückblickt und sich fragt, was aus den ganzen Träumen geworden ist.

    Ja, auf dem Friedhof liegen zahllose Träume begraben. Dinge, die immer wieder auf später verschoben wurden, weil wir keine Zeit hatten. Aber das später kam irgendwie nie. Irgendwann war es dann zu spät und die Träume liegen nun unter der Erde. Ein riesiges Sammelsurium an großen und kleinen Träumen, die nie realisiert wurden.

    Der Friedhof als unser Lehrmeister

    Und dann gibt es noch die Dinge, die wir im Laufe unseres Lebens voller Eifer angesammelt haben. „And all your money won’t another minute buy…” – heißt es in einem Song. Das große Auto passt leider nicht ins Grab und die Zeit der Pharaonen mit Grabbeigaben ist irgendwie auch vorbei. Wir können den Reichtum nicht mit ins Grab nehmen.

    Natürlich ist es schön, wenn wir unseren Kindern etwas mit auf den Weg geben können. Aber wovon haben sie mehr: von den materiellen Dingen oder von unserer Liebe, die wir ihnen zu Lebzeiten schenken?

    Was ist letztendlich mehr wert: teure Geschenke oder die gemeinsame Zeit?

    Wieviel Zeit verbringen wir auf der Jagd nach noch mehr Reichtum, noch mehr Status, noch mehr Ego?

    Und wieviel Zeit verbringen wir mit der Familie und mit Freunden?

    Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie wertvoll die Zeit mit unseren Liebsten ist? Und wie hoch der Preis, den wir bezahlen, wenn wir zu wenig Zeit mit ihnen verbringen?
    Diese Rechnung finden wir in keiner Bilanz.
    Den Wert können wir nur erahnen.

    Carpe diem – nutze den Tag.

    Überlege dir, was wirklich wichtig ist im Leben und nimm deine Träume nicht mit ins Grab…

    Eines Tages wird sie erwachsen sein…

    Eines Tages wird sie erwachsen sein…

    Während ich diese Zeilen schreibe, liegt meine Tochter noch im Bett, eingekuschelt in ihre Decke. Es ist mit Worten nur schwer zu beschreiben, was ich in diesen Momenten empfinde. Es wird mir wieder bewusst, was wirklich wichtig ist im Leben.
    Momente des Glücks, der Freude und des sich Bewusstwerdens, wie gut es mir geht.

    Gestern Abend haben wir gemeinsam einen Film angeschaut, der uns dies wieder vor Augen geführt hat. Es gibt Menschen, deren Umstände sind viel schwieriger als meine bzw. unsere. Und ich finde es bewundernswert, wie diese Menschen ihr „Schicksal“ meistern. Und wir jammern wegen jeder Kleinigkeit. Aber das ist ein anderes Thema…

    Eines Tages wird sie erwachsen sein…

    Was kann ich ihr mit auf den Weg geben?

    Wie kann ich am besten für sie da sein, wenn sie die schwierigen Momente des Lebens durchschreiten muss?

    Die Zeit wird kommen, wo sie hinaus geht in die Welt, ihre eigenen Erfahrungen macht, Freude und Trauer erlebt. Vielleicht werde ich dann noch da sein, um daran teilhaben zu können.
    Vielleicht auch nicht…

    Deshalb ist es mir wichtig, ihr Werte mitzugeben, die ihr dabei helfen, ihr Leben zu meistern, ihren eigenen Weg zu gehen und ihr Licht in die Welt zu bringen.

    Aber wieviel Zeit bleibt mir dafür noch?

    God only knows…

    Es liegt an mir, diese sinnvoll zu nutzen…