Bewusster Umgang mit Veränderungen

Bewusster Umgang mit Veränderungen

Tipps für ein erfolgreiches Jahr 2022

Pandemie, Digitalisierung, Wirtschaftskrise - was tun?

Wahrscheinlich ist es dir schon selbst aufgefallen, dass wir momentan vor großen Veränderungen stehen. Die Pandemie ist deutlich spürbar, aber ich bin überzeugt davon, dass es noch viele weitere Herausforderungen und Veränderungen geben wird: Digitalisierung, Klimawandel und die gesamtwirtschaftlichen Folgen der Pandemie - das alles wird wahrscheinlich noch dieses Jahr oder die nächsten Jahre auf uns zukommen.

Dass sich viele Menschen mit diesen Veränderungen schwertun, wird momentan auch deutlich. Deshalb möchte ich in diesem Beitrag ein paar Tipps geben, die dabei unterstützen, bewusst mit diesen Veränderungen umzugehen.

Manche Dinge sind einfach so

Es gibt Ereignisse oder Umstände, wie jetzt z.B. die Pandemie oder auch die fortschreitende Digitalisierung, die können wir nicht verändern. Nun hast du letztendlich zwei Möglichkeiten: du kannst entweder rumjammern und dich beschweren, dass alles so schlimm ist. Oder du kannst die Situation bzw. die Rahmenbedingungen so annehmen, wie sie sind und das Beste daraus machen. Wie gesagt, manche Dinge kannst du nicht verändern, aber was du verändern kannst, ist deine Einstellung dazu, also dein Mindset. 

Wahrscheinlich kennst du schon den Spruch „Gedanken werden Realität“ oder den Ausdruck Schöpfungskreislauf. Demzufolge fängt alles mit unseren Gedanken an. Diese verursachen Gefühle, haben Einfluss auf unseren Körper und führen zu gewissen Handlungen. Diese führen zu Reaktionen unserer Umwelt, was wiederum unser Mindset beeinflusst und oftmals unsere Glaubenssätze bestärkt. Was folgt daraus? Wir beeinflussen mit unseren Gedanken, wie unser Leben zukünftig aussieht. Deshalb übernimm die Verantwortung für dein Leben, nimm die Situation an, mach das Beste daraus und achte auf deine Gedanken.

Weißt du eigentlich, was du wirklich willst?

Es ist sehr wichtig, dass du weißt, was du wirklich willst. Deshalb solltest du dir unbedingt Zeit für deine ganzheitliche Vision nehmen. Überlege dir, wo du in zwei bis fünf Jahren stehen möchtest. Wie sollen dein Leben und deine Arbeit dann aussehen? Denn wenn du das nicht weißt, wohin willst du dann gehen? Ich nenne das Ganze gerne auch Leitstern und liebe den Vergleich mit einem Navigationssystem: wie willst du denn jemals irgendwo ankommen, wenn du gar nicht weißt, wo du eigentlich hinwillst? Also überlege dir deine persönliche, ganzheitliche Vision.

Im Zusammenhang mit der Vision empfehle ich auch die Beschäftigung mit dem eigenen Wertesystem: was sind deine wichtigsten Werte? Lebst du diese momentan und wie kannst du diese in deine Vision integrieren – sowohl in der Arbeit als auch in deiner Beziehung etc.? Denn nur wenn du im Einklang mit deinen Werten lebst und arbeitest, wirst du auf Dauer glücklich sein.

Werde dir deiner Ressourcen bewusst

Du bist, der du bist. Jeder von uns hat in seinem bisherigen Leben diverse Erfahrungen gesammelt. Ich rede in diesem Zusammenhang gerne von Ressourcen. Dabei unterscheide ich zwischen den vorhandenen Ressourcen (wie z.B. Fähigkeiten und Talente, Lebensverhältnisse, Finanzen usw.) und den Ressourcen, die du eventuell benötigst, um deine Vision zu erreichen (z.B. eine zusätzliche Aus- oder Weiterbildung). Mach dir auch hierzu Gedanken, erkenne deine Stärken und überlege dir, welche Ressourcen du noch benötigst, um die anstehenden Veränderungen gut zu meistern. Was dir dabei sehr gut helfen kann, dich deiner wahren Ressourcen bzw. Stärken bewusst zu werden, ist der Deep O.C.E.A.N. Persönlichkeitstest.

Ein weiteres wichtiges Thema im Zusammenhang mit Ressourcen ist Resilienz, also deine Widerstandskraft. Gerade in Zeiten von Krisen und Veränderungen gibt es immer wieder Rückschläge und Widerstände. Deshalb ist es wichtig, eine gewisse Resilienz aufzubauen. Überlege dir deshalb auch, wie du normalerweise reagierst, wenn es Widerstände gibt. Denn jede noch so detaillierte Planung wird niemals genauso eintreten, wie du dir das vorstellst. Es wird immer mal neue Situationen geben, Rahmenbedingungen können sich verändern, mit der Folge, dass du kurzfristig nach neuen Lösungen suchen oder auch deine Ziele anpassen musst. Deshalb stärke deine Widerstandskraft, arbeite an deiner Disziplin und bereite dich mental auf Rückschläge vor.

Auch deine Vision kann hier wieder sehr hilfreich sein, denn wenn du eine motivierende Vision hast, gibt dir diese – sofern sie wirklich von Herzen kommt - immer wieder die nötige Kraft, um aufzustehen und weiterzumachen. Nutze deinen Leitstern, werde dir bewusst, wofür du jeden Morgen aufstehst - dann bist du gegenüber Widerständen gut gerüstet.

Achte auf deinen Fokus

Kommen wir nochmals zum Thema Mindset. Viele Menschen suchen förmlich nach potenziellen Problemen und Risiken. Und natürlich solltest du dir auch darüber Gedanken machen (s.o.), aber dein Fokus sollte auf den Chancen und Lösungen liegen. Es ist nun mal so, dass jede Veränderung sowohl Risiken als auch Chancen in sich birgt. Und wenn du immer nur die Gefahren und Risiken siehst, dann wirst du wenig im Leben erreichen. Deshalb richte deinen Fokus gezielt auf die Chancen und denke stets lösungsorientiert.

Dein Leben findet JETZT statt

Was bringt es dir, immer an die Vergangenheit zu denken? Vielleicht glaubst du, früher war alles besser und früher gab‘s mehr Konfetti. Aber die Vergangenheit ist vergangen. Aus und vorbei. Du kannst diese nicht mehr ändern. Du kannst jedoch deine Gedanken dazu verändern und eventuell vergangene Situationen oder Geschehnisse anders beurteilen.

Und was die Zukunft angeht: wenn du immer nur an die Zukunft denkst und dir Sorgen über die Zukunft machst: wo soll das hinführen? Klar solltest du dir Gedanken über deine Zukunft machen, aber nicht die ganze Zeit. Was du verändern kannst, was du tun kannst, ist immer nur im JETZT. Du kannst JETZT Entscheidungen treffen, die natürlich deine Zukunft beeinflussen.

Im Film „Club der toten Dichter“ heißt es so schön „carpe diem“ bzw. nutze den Tag. Nutze die Zeit, die du hast, sinnvoll und vergeude sie nicht mit dauerndem Schwelgen in der Vergangenheit oder einem sorgenvollen Blick in die Zukunft. Fülle dein Mindset nicht mit negativen Nachrichten, die täglich auf dich einprasseln oder irgendwelchen langweiligen Shows. Arbeite lieber bewusst an deinen Ressourcen: lies Bücher, besuche Seminare oder schau dir sinnvolle Videos an, die dich wirklich weiterbringen.

Gemeinsam statt einsam - Co-Kreation

Kommen wir zum letzten Tipp. Bisher ging es vor allem um dich, aber du bist ja nicht allein auf der Welt. Deshalb kommen wir nun zum Thema Co-Kreation. Ich verstehe darunter den Prozess, gemeinsam mit anderen etwas zu erschaffen. Jeder Mensch hat seine Stärken und wenn wir gemeinsam etwas erreichen wollen, dann sind wir viel stärker, als wenn wir das nur allein versuchen.

Egal ob Partnerschaft oder Beruf: suche dir bewusste Menschen, mit denen du zusammen deine Ziele bzw. deine Vision erreichen kannst. Unterstützt und motiviert euch gegenseitig, richtet euch gegenseitig wieder auf, wenn es Rückschläge gibt. Umgib dich mit Menschen, die die gleichen Werte wie du vertreten und geht gemeinsam diesen Weg. Gerade in Zeiten solcher Veränderungen ist es so wichtig, bewusste Menschen an deiner Seite zu haben, die dich nicht immer runter ziehen mit ihren negativen Gedanken, sondern die dir Kraft geben.

Falls du gemeinsam mit bewussten Menschen etwas verändern möchtest, dann lade ich dich herzlich ein, dir mein ganzheitliches Begleitprogramm genauer anzuschauen. Dieses ist bewusst so gestaltet, dass du individuell wählen kannst, welche Art von Begleitung du gerne möchtest.

Ein erster sinnvoller Schritt könnte z.B. eine kostenfreie Ist-Analyse mit dem Lebensrad (Link zum Lebensrad), der Deep O.C.E.A.N. Persönlichkeitstest inkl. Auswertungsgespräch oder einfach auch ein unverbindliches Klarheitsgespräch sein.

Was wirklich zählt im Leben

Was wirklich zählt im Leben

Wendepunkte · Prioritäten

Was wirklich zählt im Leben

Die Geschichte vom Professor, dem Glaskrug, Steinen, Sand und Bier

Manche Geschichten erzählt man immer wieder, weil sie in einem einzigen Bild etwas sagen, wofür man sonst viele Worte braucht. Diese hier ist so eine. Sie handelt von einem Glaskrug, ein paar Steinen und einer Flasche Bier · und von der Frage, was in deinem Leben eigentlich zuerst Platz bekommen sollte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Professor füllt einen Glaskrug nacheinander mit großen Steinen, Kieselsteinen, Sand und zum Schluss mit Bier.
  • Die Botschaft: Wenn du nicht zuerst die großen Steine hineinlegst, finden sie später keinen Platz mehr.
  • Die großen Steine stehen für das, was dir wirklich wichtig ist, zum Beispiel Gesundheit, Familie, Freundschaften oder deine Träume. Kieselsteine und Sand stehen für das Dringende und die Nebensächlichkeiten.
  • Und das Bier? Für ein Bier mit guten Freunden ist immer Zeit.
  • Am Ende des Beitrags findest du eine einfache Übung, mit der du deine eigenen großen Steine findest.

Die Geschichte: Wie ein Professor den Hörsaal zum Staunen bringt

Ein älterer Professor trat vor seine Studierenden und lächelte geheimnisvoll. „Wir machen heute ein kleines Experiment!“, verkündete er voller Vorfreude.

Die großen Steine

Er stellte vorsichtig einen großen Glaskrug auf den Tisch und füllte ihn bedächtig mit großen Steinen, bis der Krug randvoll war. Dann hob er den Kopf und fragte: „Was meinen Sie? Ist der Krug voll?“ Die Studierenden zögerten nicht lange und antworteten lachend: „Ja!“

Glaskrug, gefüllt mit großen Steinen, Kieselsteinen und Sand

Natürlich hatte er diese Antwort erwartet. Mit einem schelmischen Lächeln fragte er noch einmal: „Sind Sie sich sicher?“

Die Kieselsteine

Er bückte sich, holte ein Gefäß mit Kieselsteinen hervor und füllte sie in den Krug, bis sie alle Lücken zwischen den großen Steinen ausfüllten. „Ist der Krug nun voll?“

Die Studierenden waren verunsichert. Einer traute sich und antwortete zögerlich: „Wahrscheinlich nicht.“ „Gut“, schmunzelte der Professor.

Der Eimer mit Sand

Er neigte sich noch einmal nach unten, und ein Eimer mit Sand kam zum Vorschein. Auch den füllte er in den Krug, bis der Sand alle Räume zwischen den Steinen füllte. „Ist der Krug jetzt voll?“

Nun schallte ein lautes „Nein!“ durch den Hörsaal, und das Grinsen des Professors wurde breiter. „Gut!“ Man konnte förmlich spüren, wie die Spannung stieg.

Ein lautes „Plopp“

Der Professor ging in die Knie, und alle warteten auf ein weiteres Gefäß. Die Sekunden vergingen, es war mucksmäuschenstill. Plötzlich erschallte ein lautes „Plopp“, und mit breitem Grinsen erhob sich der Professor mit einer geöffneten Flasche Bier.

Geöffnete Flasche Bier

Lautes Gelächter. Als es ruhiger wurde, nahm der Professor genüsslich einen Schluck und schüttete den Rest in den Krug. Das Bier versickerte schäumend zwischen dem Sand.

Was will uns das Experiment sagen?

„Was will uns dieses Experiment wohl sagen?“, fragte der Professor. Ratloses Schweigen. „Nun gut. Es zeigt uns: Wenn man nicht zuallererst die großen Steine in den Krug legt, finden sie später keinen Platz mehr.“

Wieder Stille. „Aber wofür stehen die großen Steine in unserem Leben? Gesundheit? Familie? Freunde? Die Verwirklichung unserer Träume? Oder etwas ganz anderes? Nehmen Sie sich Zeit, darüber nachzudenken, was Ihnen wirklich wichtig ist. Und widmen Sie sich diesen Dingen zuerst. Denn wenn wir den Kieselsteinen und dem Sand den Vorrang geben, füllen wir unser Leben damit · und am Ende fehlt uns die Zeit für das wirklich Kostbare.“

Nach ein paar Sekunden bedächtigen Schweigens erhob sich ein Student und fragte lachend: „Aber was hat es denn mit dem Bier auf sich?“ Da holte der Professor eine weitere Flasche unter dem Tisch hervor, bat den Studenten zu sich und antwortete:

„Es soll uns zeigen, dass für ein Bier mit guten Freunden immer Zeit ist.“

Freunde, die gemeinsam Zeit verbringen

Woher die Geschichte stammt? Die Grundidee mit den großen Steinen ist vor allem durch Stephen Covey und sein Buch „First Things First“ (1994) bekannt geworden. Die Variante mit dem Bier kursiert seit vielen Jahren in unterschiedlichen Fassungen, ein Urheber ist nicht bekannt.

Warum ich diese Geschichte jedes Jahr erzähle

Ich erzähle diese Geschichte jedes Jahr an Weihnachten meinen Kindern, auch wenn sie dabei die Augen verdrehen. Trotzdem bin ich mir sicher, dass sie sich immer wieder daran erinnern werden. Und vielleicht erzählen sie sie eines Tages ihren eigenen Kindern.

In meiner Arbeit mit Menschen an Wendepunkten begegnet mir die Geschichte ständig, nur ohne Glaskrug. Viele haben jahrelang zuerst den Sand eingefüllt: dringende Termine, fremde Erwartungen, das, was eben anstand. Irgendwann merken sie, dass für die großen Steine kein Platz mehr ist. Genau an diesem Punkt beginnt oft eine neue Lebensphase.

Die gute Nachricht: Man kann den Krug neu packen. Es ist nie zu spät, die großen Steine zuerst hineinzulegen.

Übung · 15 Minuten

Finde deine großen Steine

  1. Sammeln: Schreib auf, was dir im Leben wirklich wichtig ist. Nicht, was wichtig sein sollte, sondern was es ist. Fünf Punkte reichen.
  2. Prüfen: Schau in deinen Kalender der letzten Woche. Wie viel Zeit hat jeder deiner großen Steine tatsächlich bekommen?
  3. Umpacken: Wähle einen großen Stein aus und gib ihm in der kommenden Woche einen festen Platz, bevor der Sand kommt.

Wenn du dabei merkst, dass du gar nicht so genau weißt, wo du gerade stehst, hilft dir das Lebensrad. Es zeigt dir auf einen Blick, wie zufrieden du in den einzelnen Lebensbereichen bist. Das Workbook dazu ist kostenlos.

Dein nächster Schritt

Manchmal ist es gar nicht so leicht, die eigenen großen Steine zu erkennen. Vor allem dann, wenn man jahrelang vor allem für andere funktioniert hat. Ein Blick von außen kann helfen, wieder klarer zu sehen.

Kostenfrei · 20 Minuten

In einem Klarheitsgespräch schauen wir gemeinsam, was gerade deine großen Steine sind und wo dein Krug vielleicht neu gepackt werden möchte. Unverbindlich und ohne Druck.

Lieber erst für dich allein? Starte mit dem kostenlosen Lebensrad-Workbook oder lies weiter in Lebensphasen des Menschen.

Häufige Fragen

Was ist die Geschichte mit den Steinen, dem Sand und dem Bier?

Ein Professor füllt einen Glaskrug nacheinander mit großen Steinen, Kieselsteinen und Sand und fragt jedes Mal, ob der Krug voll ist. Zum Schluss schüttet er noch Bier hinein. Die Botschaft: Wer nicht zuerst die großen Steine hineinlegt, also das wirklich Wichtige, findet später keinen Platz mehr dafür. Und für ein Bier mit Freunden ist immer Zeit.

Woher stammt die Geschichte?

Die Grundidee mit den großen Steinen ist vor allem durch Stephen Covey und sein Buch „First Things First“ (1994) bekannt geworden. Die Variante mit dem Bier kursiert seit vielen Jahren in unterschiedlichen Fassungen. Ein eindeutiger Urheber ist nicht bekannt.

Wofür stehen die großen Steine?

Für das, was dir im Leben wirklich wichtig ist, zum Beispiel Gesundheit, Familie, Freundschaften, Sinn oder deine Träume. Die Kieselsteine stehen für Dinge, die wichtig, aber nicht wesentlich sind. Der Sand steht für Kleinkram und Ablenkungen.

Wie finde ich heraus, was mir wirklich wichtig ist?

Schreib die fünf Dinge auf, die dir am meisten bedeuten, und vergleiche sie mit deinem Kalender der letzten Woche. Die Lücke zwischen beidem zeigt dir, wo du umpacken darfst. Für einen ganzheitlichen Überblick eignet sich das Lebensrad.

Ulrich Ege, Mentor für Menschen an beruflichen und persönlichen Wendepunkten

Ulrich Ege · Wirtschaftsmathematiker mit über 25 Jahren Business-Erfahrung, Persönlichkeits-Profiler, integraler Coach und Mentor. Ich begleite Menschen an beruflichen und persönlichen Wendepunkten dabei, zu erkennen, was sie unverwechselbar macht · und dem eine Struktur zu geben.

Zuletzt aktualisiert: November 2026

Auch Väter spüren Einsamkeit

Auch Väter spüren Einsamkeit

Fühlst du dich auch manchmal allein?

Wenn Kinder fort gehen

Die Tür schließt sich – Stille breitet sich aus.

 

Gerade noch waren die Kinder da – jetzt bin ich wieder alleine.

Von einem Moment auf den anderen breitet sich eine Leere in mir aus und mir wird wieder bewusst, wie sehr wir oftmals das Bedürfnis nach Nähe unterschätzen.

Es ist nicht so, dass ich das Alleinsein nicht genießen kann – ganz im Gegenteil: es gibt Zeiten, da brauche ich das, z.B. um einen klaren Kopf zu bekommen, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen oder auch um in Ruhe arbeiten zu können.

Aber leider können wir es uns nicht immer aussuchen.

Wenn uns die Kinder zu sehr in Beschlag nehmen, wünschen wir uns oft Zeit für uns und wenn sie dann weg sind, fehlen sie uns plötzlich.

Aber wie mit der Einsamkeit umgehen?

Da hat wahrscheinlich jeder seine eigene Lösung.

Ich für meinen Teil bin erstmal rausgegangen und habe meine Runde im Park gedreht. Normalerweise mache ich dies, um den Kopf frei zu kriegen und auch wenn die Gedanken rasend schnell und wirr durch den Kopf schießen, so tut es doch gut, die frische Luft zu atmen, den Boden auf der Erde zu spüren und die Stille der Natur zu genießen.

Und so langsam wandern die Gedanken von gefühlter Einsamkeit hin zu Dankbarkeit.

Ja, ich bin dankbar für jede Minute, die ich mit meinen Kindern verbringen darf. Dankbar, dass alle gesund sind. Dankbar, dass es sie gibt.

Loslassen heißt es da wohl. Loslassen in der Hoffnung, dass sie ihren eigenen Weg finden. Loslassen im Vertrauen, dass es der richtige Weg für sie ist. Und loslassen im Wissen, dass ich immer für sie da sein werde, wenn sie mich brauchen.

Und so sitze ich nun hier und schreibe meine Gedanken auf.

Auch das hilft.

Und mir wird wieder bewusst, dass ich nicht einsam bin, da wir für immer im Herzen verbunden sind.

Lebensphasen des Menschen

Lebensphasen des Menschen

Lebensphasen des Menschen: 7-Jahres-Zyklen verstehen und Veränderung als Chance nutzen

Alle 7 Jahre wieder: neue Lebensphase · neue Perspektive?

Von Ulrich Ege · Mentor für Wendepunkte · Aktualisiert: November 2026

Es gibt diese Momente, in denen du spürst: So wie bisher geht es nicht weiter. Etwas in dir weiß es längst, auch wenn dein Verstand noch zweifelt. Der Job, die Beziehung, das gewohnte Leben verlieren ihre Klarheit. Und plötzlich stehst du an der Schwelle, mit einem Fuß im Alten und dem anderen im Noch-nicht.

Es wird eng im Alten. Und unsicher im Neuen. Genau hier beginnt eine neue Lebensphase.

Ja, Veränderung macht Angst, vor allem nach vielen Jahren Stabilität. Aber jede neue Phase bringt auch eine Chance, wenn du bereit bist, hinzuschauen.

In diesem Beitrag zeige ich dir, welche Lebensphasen es gibt, welche Themen sie typischerweise mitbringen und wie du die Übergänge bewusst gestalten kannst · nicht nur, um sie zu „meistern“, sondern um neue Perspektiven für dein Leben zu gewinnen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Lebensphasen-Modelle beschreiben das Leben als Abfolge von Abschnitten mit typischen Themen. Ein bekanntes Modell teilt das Leben in 7-Jahres-Zyklen.
  • 21–28 Jahre: Aufbruch und Selbstbehauptung. 28–35: Familie, Verantwortung, neue Rollen. 35–42: erste große Standortbestimmung.
  • 42–49 Jahre: Lebensmitte · Sinnfragen, Midlife-Crisis oder bewusster Neuanfang. 49–56: Reife gestalten. 56–63: Übergang in den Ruhestand vorbereiten. Ab 63: neue Freiheit.
  • Übergänge fühlen sich oft wie Krisen an. Mit Selbstreflexion (z. B. Lebensrad, Ikigai, Human Design, Deep O.C.E.A.N.) werden sie zur Chance für berufliche und persönliche Neuorientierung.

Finde deine Phase

Wo stehst du gerade?

Zu jeder Lebensphase gibt es eine eigene Seite mit den typischen Fragen und passenden Wegen der Begleitung.

Welche Lebensphasen gibt es?

Lebensphasen-Modelle gibt es viele. Vielleicht so viele, wie es Leben gibt. Doch eines fällt auf: Immer wieder begegnet uns die Zahl 7. Die Woche hat 7 Tage, der Regenbogen 7 Farben, es gibt 7 Chakren, 7 Todsünden · und bei Schneewittchen waren es natürlich auch 7 Zwerge. Und dann ist da noch dieser Satz, den fast alle kennen: „Das verflixte siebte Jahr.“

Zufall? Vielleicht. Aber es gibt tatsächlich Lebensphasen-Modelle, die davon ausgehen, dass unser Leben in 7-Jahres-Zyklen verläuft. Und wenn du einmal zurückblickst, erkennst du vielleicht auch bei dir: Alle 7 Jahre verändert sich etwas. Nicht immer sichtbar im Außen, aber spürbar im Inneren.

Die Idee ist alt: Schon der Athener Staatsmann Solon teilte das Leben in zehn Abschnitte zu je sieben Jahren. Bekannt geworden ist das Siebenjahres-Modell vor allem durch Rudolf Steiner. Die Entwicklungspsychologie beschreibt Lebensphasen anders, etwa Erik Erikson mit seinen acht Stufen der psychosozialen Entwicklung.

Wichtig ist mir Ehrlichkeit: Die 7-Jahres-Zyklen sind kein wissenschaftlich belegtes Gesetz, sondern ein Orientierungsmodell. Als solches sind sie aber erstaunlich hilfreich, um die eigene Biografie zu verstehen.

Wie zufrieden bist du mit deinem Leben · wirklich? Das Lebensrad zeigt dir schnell und ganzheitlich, wo du gerade stehst und was sich verändern darf. Mein kostenloses Workbook führt dich Schritt für Schritt durch alle Lebensbereiche.

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Welche Lebensabschnitte prägen unser Erwachsenenleben?

In diesem Beitrag konzentriere ich mich bewusst auf das Erwachsenenleben. Kindheit, Jugend und das frühe Erwachsenwerden haben die meisten von uns bereits hinter sich, mit all ihren Höhen, Brüchen und ersten großen Lernschritten.

Wirklich spannend wird es aus meiner Sicht ab dem 21. Lebensjahr. Jetzt entscheidet sich vieles im Außen: Ausbildung, Beruf, Partnerschaft, vielleicht Familie. Und parallel beginnt die Suche im Inneren: Wer bin ich in all dem? Und wie will ich leben?

Innere Reifungsprozesse verlaufen dabei selten linear, sondern in Wellen. Deshalb lohnt sich der Blick auf die einzelnen Phasen.

Die Lebensphasen im Überblick

AlterLebensphaseTypische Leitfrage
21–28Aufbruch, Abenteuer, SelbstbehauptungWer bin ich · unabhängig von meinen Eltern?
28–35Familie, Verantwortung, neue RollenWo bleibe ich selbst in all meinen Rollen?
35–42Erste große StandortbestimmungWill ich diesen Weg wirklich weitergehen?
42–49Lebensmitte, Midlife-Crisis, NeuanfangWas ist mir wirklich wichtig?
49–56Reife gestalten statt verdrängenWas will ich der Welt noch schenken?
56–63Übergang in den Ruhestand vorbereitenWas möchte ich weitergeben?
ab 63Neue Freiheit und LebendigkeitWofür lohnt es sich jetzt zu leben?
01

Lebensphase 21–28 Jahre: Aufbruch, Abenteuer, Selbstbehauptung

Lebensphase 21 bis 28 Jahre: Aufbruch, Abenteuer und Selbstbehauptung

Diese Jahre fühlen sich oft an wie ein Befreiungsschlag: raus aus dem Schatten der Eltern, rein ins echte Leben. Es ist die erste Phase, in der wir wirklich als Erwachsene handeln, oder es zumindest versuchen. Ein Abschnitt voller Sturm und Drang: Entscheidungen treffen, losziehen, sich beweisen.

Oft geht es um Autonomie, um das Abgrenzen von Prägungen und das Austesten der eigenen Kraft. Viele verlassen in dieser Zeit endgültig das Elternhaus, räumlich, emotional und mental. Wir stürzen uns ins Leben, probieren aus, scheitern vielleicht und stehen wieder auf. Abenteuer, Reisen, intensive Beziehungen und berufliche Experimente sind jetzt nicht nur erlaubt, sondern wichtig.

Gerade Menschen mit einer 3er- oder 6er-Linie im Human Design spüren das besonders deutlich: Sie lernen durch Versuch und Irrtum, durch Reibung und Begegnung.

Diese Phase darf lebendig, wild und unfertig sein. Genau darin liegt ihr Wert.

Anna ist 25. Sie hat gerade ihr Studium abgeschlossen, und die Welt liegt vor ihr. Berlin? Wien? Oder doch in der Nähe der Familie bleiben? Der Wunsch nach Abenteuer ruft laut. Gleichzeitig zieht etwas anderes: Nähe, Geborgenheit, Sicherheit.

Diese Zerrissenheit ist typisch. Es geht um große Entscheidungen, oft zum ersten Mal aus echter Eigenverantwortung heraus. Mit der vollen Energie kommt der Ruf nach Selbstverwirklichung, und damit auch nach Selbstverantwortung. Viele Fragen drängen sich auf:

  • Welcher Beruf passt wirklich zu mir?
  • Was mache ich gern · und was erfüllt mich langfristig?
  • Wo kann ich meine Talente leben und gleichzeitig Geld verdienen?

Die Wahrheit ist: In jungen Jahren wissen viele das einfach (noch) nicht. Und das ist okay. Gerade deshalb lohnt es sich, tiefer zu schauen. Ein guter Einstieg ist das Ikigai-Modell mit seinen vier Kernfragen: Was liebe ich? Was kann ich gut? Was braucht die Welt? Wofür werde ich bezahlt?

Auch fundierte Werkzeuge helfen: Der Deep O.C.E.A.N.-Test basiert auf dem wissenschaftlich gut erforschten Big-Five-Modell und hilft dir, dein Persönlichkeitsprofil besser zu verstehen, jenseits der üblichen Schubladen. Und eine Human Design Analyse gibt dir Einblick in deine Talente und deine Art, Entscheidungen zu treffen.

Wer sich selbst kennt, trifft andere Entscheidungen. Und geht seinen Weg nicht aus Zufall, sondern aus Klarheit.

Lebensphase bis 28: Was dir jetzt hilft

02

Lebensphase 28–35 Jahre: Familienglück, Verantwortung und neue Rollen

Lebensphase 28 bis 35 Jahre: Familie, Verantwortung und neue Rollen

Die Zwanziger waren laut, frei und voller Experimente. Jetzt wird das Leben konkreter, komplexer, erwachsener. Ausbildung und erste Berufsjahre liegen hinter dir, die ersten Erfolge sind greifbar. Und gleichzeitig wächst der Wunsch nach Stabilität, im Außen wie im Innen.

Partnerschaft wird verbindlicher. Familienplanung rückt in den Fokus oder ist längst Realität. Das Wort Zukunft bekommt ein anderes Gewicht: Kinder, Haus, Karriere, Altersvorsorge. Diese Phase bringt viel auf einmal: Verantwortung, Leistungsdruck und Sinnsuche. Wer bin ich als Partner, Mutter, Vater, Führungskraft · und wo bleibe ich selbst in all dem?

Es ist die Zeit der Weichenstellungen. Die Kunst liegt darin, bei all den Erwartungen die eigene Wahrheit nicht aus den Augen zu verlieren.

Lebensphase 28–35: Was dir jetzt hilft

Zwischen Idealbild und Realität: wenn Verantwortung wächst

Wir beginnen, Verantwortung nicht nur für uns selbst, sondern auch für andere zu übernehmen. Partnerschaft wird zur echten Beziehung auf Augenhöhe oder zur täglichen Herausforderung. Kinder fordern Präsenz. Fragen wie „Bleibe ich in Teilzeit?“, „Wer übernimmt was?“ oder „Wie schaffen wir das gemeinsam?“ werden zu Alltagsthemen.

Gerade Frauen spüren hier oft einen tiefen Zwiespalt zwischen beruflichem Anspruch, gesellschaftlichen Erwartungen und dem Wunsch, eine gute Mutter zu sein, ohne sich selbst zu verlieren. Aber auch Männer definieren ihre Vaterrolle zunehmend neu: nicht mehr nur als Versorger, sondern als präsenter, emotional verantwortlicher Teil der Familie.

Diese Zeit kann wunderschön sein. Sie schenkt Nähe, Verbindung und gemeinsames Wachsen. Doch sie rüttelt auch an alten Bildern und Rollenverständnissen. Das Ideal vom „glücklichen Familienleben“ mit Haus, Garten, zwei Kindern und guter Karriere kann Kraft geben, aber auch Druck erzeugen, wenn das eigene Leben (noch) nicht so aussieht.

Diese Lebensphase lädt uns ein, neu zu verhandeln: Was ist mein Weg · jenseits der Vorstellungen anderer?

03

Lebensphase 35–42 Jahre: Die erste große Standortbestimmung

Lebensphase 35 bis 42 Jahre: die erste große Standortbestimmung

Irgendwann zwischen Mitte dreißig und Anfang vierzig beginnt etwas zu bröckeln. Nicht unbedingt im Außen, aber innerlich. Der Alltag funktioniert, Beruf, Familie und Verpflichtungen laufen. Und doch schleichen sich Zweifel ein: War das schon alles? Der Spagat zwischen Job und Privatleben kostet plötzlich mehr Kraft als gedacht.

Krisen sind in dieser Phase keine Ausnahme: körperlich, emotional, beruflich oder in der Beziehung. Wir werden kritischer, mit uns selbst und mit der Welt. Was früher selbstverständlich war, wird hinterfragt. Das kann beängstigend sein, aber auch heilsam. Es ist die Zeit der ersten großen Standortbestimmung:

  • Wo stehe ich eigentlich · wirklich?
  • Was habe ich bisher erreicht?
  • Und will ich diesen Weg wirklich weitergehen?

Diese Fragen kommen nicht immer laut. Manchmal zeigen sie sich als innere Unruhe, Erschöpfung oder das Gefühl, fremd im eigenen Leben geworden zu sein. Doch genau in dieser Unschärfe liegt der Anfang von etwas Neuem.

Standortbestimmung mit 35–42: Möglichkeiten

Zeit für ehrliche Innenschau und neue Perspektiven

Jetzt ist ein guter Moment, um innezuhalten. Nicht um alles infrage zu stellen, sondern um bewusster hinzuschauen. Hilfreich ist zum Beispiel das Work-Life-Lebensrad:

  • Wo fließt deine Energie gerade hin?
  • Was nährt dich · und was kostet dich Kraft?
  • Wo darf mehr Balance entstehen?

Auch in der Beziehung werden jetzt oft Spannungen sichtbarer. Der Alltag drückt, die Kommunikation wird dünner, Nähe fehlt. Statt vorschnell zu resignieren, lohnt es sich, tiefer zu schauen: Welche Muster, Prägungen und Bedürfnisse treffen hier aufeinander? In meiner Arbeit nutze ich dafür Human Design und Deep O.C.E.A.N., um die Persönlichkeitsdynamiken beider Partner besser zu verstehen.

Was verstanden wird, muss nicht länger bekämpft werden.

Du weißt jetzt, in welcher Lebensphase du steckst. Dein Human Design Chart zeigt dir, mit welcher Energie du diese Phase durchläufst und wie du Entscheidungen triffst, die wirklich zu dir passen.

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Lebensphase 42–49 Jahre: Lebensmitte · Krise, Kollision oder kraftvoller Neuanfang?

Lebensphase 42 bis 49 Jahre: Lebensmitte, Midlife-Crisis und Neuanfang

Da ist sie also, die Lebensmitte. Im 7-Jahres-Modell irgendwo zwischen 42 und 49. Innerlich fühlt sie sich oft an wie ein Erdbeben, oder zumindest wie ein leises Zittern. Die körperliche Energie lässt langsam nach, und zum ersten Mal ist die Endlichkeit des Lebens nicht mehr nur ein philosophischer Gedanke, sondern spürbar.

  • Wo sind sie hin, meine Träume?
  • Was bleibt von all dem beruflichen Erfolg?
  • Bin ich wirklich erfüllt · körperlich, emotional, seelisch?

Ob wir es Sinnkrise, Midlife-Crisis oder leises Unwohlsein nennen: Etwas will sich verändern. Und Veränderung heißt auch Loslassen, von Sicherheiten, Routinen und alten Rollenbildern. Oft hält uns das Bedürfnis nach Sicherheit und Harmonie davon ab. Wir machen weiter wie bisher, obwohl etwas in uns längst weiß: So geht es nicht mehr.

Doch Veränderung muss nicht radikal sein. Nicht jede Antwort lautet Trennung oder Kündigung. Manchmal genügt ein offenes Gespräch, mit dem Partner oder mit sich selbst. Was es braucht, ist ein ehrliches Erforschen der eigenen Bedürfnisse und Muster.

Human Design kann hier wertvolle Impulse geben, um sich selbst besser zu verstehen. Für die berufliche Seite bietet das Ikigai-Modell eine klare Struktur. Wie du in dieser Phase deine Berufung neu findest, beschreibe ich ausführlich in Berufung finden in der Lebensmitte.

Echter Wandel beginnt oft genau dort, wo wir endlich ehrlich zu uns selbst werden.

Lebensmitte 42–49: Was dir jetzt hilft

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Lebensphase 49–56 Jahre: Hinterm Horizont geht’s weiter

Lebensphase 49 bis 56 Jahre: Reife gestalten und neu durchstarten

Mit Ende vierzig beginnt ein neues Kapitel, oft stiller, aber nicht weniger bedeutend. Je nachdem, wie wir durch die Lebensmitte gegangen sind, kann es zwei sehr unterschiedliche Gesichter haben. Die einen spüren neue Kraft und den Wunsch, mit mehr Klarheit als je zuvor noch einmal durchzustarten. Die anderen ziehen sich zurück, resignieren oder werden zynisch.

Ob wir diesen Abschnitt als Befreiung oder als Bitterkeit erleben, hängt nicht vom Alter ab, sondern davon, wie ehrlich wir mit uns selbst geworden sind. Wer das Älterwerden nicht akzeptieren will, flieht leicht in die Selbsttäuschung: ein jüngerer Partner, ein schnelles Auto, ein modischer Neuanstrich. Doch was wir verdrängen, holt uns irgendwann ein.

Lebensphase ab 50: Mit 50 fängt das Leben erst an

Reife gestalten statt verdrängen

Es lohnt sich, dieser Phase mit einer anderen Haltung zu begegnen: nicht mit Trotz, sondern mit Würde. Nicht mit jugendlicher Überkompensation, sondern mit einem neuen, reifen Rhythmus. Jetzt ist der Moment, sich neu auszurichten:

  • Was tut mir wirklich gut, und was darf ich loslassen?
  • Will ich mich beruflich noch einmal verändern · oder meine Erfahrung gezielt weitergeben?
  • Wie bringe ich mehr Sinn, Freude und Leichtigkeit in mein Leben?
  • Was hält mich körperlich und geistig fit?
  • Was will ich der Welt noch schenken?

Vielleicht entsteht daraus ein echter Neubeginn: ein Herzensprojekt, eine Selbstständigkeit oder eine Tätigkeit, in der du deine Talente endlich so einbringst, wie es dir entspricht.

Auch in der Partnerschaft kann jetzt etwas Neues wachsen, wenn beide bereit sind, sich wirklich zu sehen. Mit Design your Love könnt ihr eure Persönlichkeiten und Beziehungsdynamiken besser verstehen. Besonders kraftvoll ist eine gemeinsame Vision davon, wie ihr eure nächste Lebensphase gestalten wollt.

Deep O.C.E.A.N.: Persönlichkeitstest auf Basis der Big Five

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Lebensphase 56–63 Jahre: Heute schon an morgen denken · der lange Weg zur Weisheit

Irgendwann ändert sich das Tempo. Die beruflichen Jahre gehen langsam ihrem Ende entgegen, und der Blick richtet sich auf etwas, das viele „Ruhestand“ nennen. Für dich darf es anders klingen: Übergang. Neuanfang. Reifung.

Die Kinder sind erwachsen, der berufliche Beweisdruck lässt nach. Zum ersten Mal entsteht eine ungewohnte Freiheit: Was will ich mit meiner Zeit anfangen, wenn sie nicht mehr durch Termine und Verantwortung gefüllt ist? Auch wenn das Rentenalter politisch weiter nach hinten rückt: Innerlich beginnt hier eine neue Phase, und sie verdient Aufmerksamkeit.

Den Übergang bewusst gestalten

Für viele wird Sinnhaftigkeit jetzt zum zentralen Thema. Nicht mehr „höher, schneller, weiter“, sondern der Wunsch, etwas weiterzugeben. Vielleicht wirst du zur Mentorin, zum Mentor für jüngere Menschen. Vielleicht engagierst du dich ehrenamtlich oder startest endlich ein Herzensprojekt, das nie Platz hatte.

Ein offenes Wort

Ich stecke selbst mitten in dieser Phase

Ich bin 58. Was ich hier beschreibe, erlebe ich gerade selbst. Ich bin in der aktiven Phase meiner Altersteilzeit, in knapp zwei Jahren beginnt die passive. Ein Fuß steht noch im alten Job, der andere schon in dem, was ich wirklich tun möchte.

Und genau das, was diese Lebensphase ausmacht, ist für mich kein Ruhestand, sondern ein Neubeginn: Ich will weitergeben, was ich in über 25 Jahren als Wirtschaftsmathematiker in Beratung und Finanzbereich gelernt habe. Seit einigen Jahren begleite ich nebenher Menschen als Mentor. Bald mache ich das ganz.

Deshalb weiß ich, wie sich dieser Übergang anfühlt: das Ziehen zwischen Sicherheit und Aufbruch und die Frage, was von der alten Rolle bleiben darf. Und ich weiß, wie viel Freiheit darin liegt, ihn bewusst zu gestalten, statt einfach in Rente zu gehen.

Dieser Übergang verdient einen fließenden Wechsel statt eines harten Schnitts. Fragen, die dir dabei helfen:

  • Was hat mein Berufsleben geprägt · und was möchte ich davon loslassen?
  • Wie gestalte ich den Übergang vom Beruf in den Alltag danach: aktiv, würdevoll, bewusst?
  • Habe ich finanziell gut vorgesorgt · und wenn nicht: Was kann ich noch tun?
  • Wie strukturiere ich mein Leben so, dass ich mich lebendig, gebraucht und verbunden fühle?
  • Kann ich den „Ruhestand“ als echten Neubeginn erleben, jenseits aller Klischees?

Diese Fragen sind kein Pflichtprogramm, sondern eine Einladung zu dem, was dir wirklich wichtig ist.

Lebensphase ab 50: Was dir jetzt hilft

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Lebensphase ab 63 Jahren: Noch lange nicht Schluss · vielleicht fängt jetzt erst etwas an

Mit 63 endet, rein rechnerisch, der dritte große 21-Jahres-Block des Erwachsenenlebens. Doch das Leben selbst macht keine Rechenspiele. Statistisch bleiben noch viele Jahre. Entscheidend ist: Was machst du daraus?

Denn während sich der Beruf verabschiedet, meldet sich oft etwas anderes: eine leise Unruhe, ein Gefühl von Leere oder die Frage, wofür man eigentlich noch da ist. Viele fallen mit dem Eintritt in die Rente in ein inneres Loch. Nicht, weil sie zu wenig zu tun hätten, sondern weil ein Teil ihrer Identität verloren geht. Genau deshalb lohnt es sich, diesen Übergang rechtzeitig vorzubereiten.

Träume gehören ins Jetzt

Vielleicht kennst du den Satz: „Wenn ich erst mal in Rente bin, dann …“ Aber Hand aufs Herz: Warum warten? Niemand von uns weiß, wie viele Jahre noch kommen. Finde jetzt heraus, was dich wirklich erfüllt und was du noch erleben willst. Mach dir eine Bucket List, oder nenn sie „Löffelliste“, wenn dir das lieber ist: nicht als Pflicht, sondern als liebevolle Einladung an dich selbst.

Alt zu werden ist keine Garantie. Aber lebendig zu bleiben, das ist eine Entscheidung.

Wie du diesen Übergang in Ruhe vorbereiten kannst, findest du auf der Seite Lebensphase ab 50.

Fazit: Weitergehen. In deinem Rhythmus.

Das Leben verläuft nicht linear und kennt keine festen Etappen wie im Schulbuch. Manche Phasen kommen mit Wucht, andere schleichen sich leise ein. Einige fühlen sich leicht an, andere schwer. Und doch steckt in jeder von ihnen eine Einladung: dich selbst besser kennenzulernen, loszulassen, was nicht mehr passt, und neu zu wählen, was dich stärkt.

Vielleicht warst du lange angepasst. Oder immer auf der Suche. Vielleicht bist du gerade mittendrin im Umbruch oder am Anfang eines neuen Kapitels. Egal, wo du stehst: Es ist nie zu spät für Klarheit.

Gestalte dein Leben so, dass du am Ende sagen kannst: Ich bin wirklich ich gewesen.

Häufige Fragen zu den Lebensphasen

Welche Lebensphasen gibt es beim Menschen?

Klassisch unterscheidet man Kindheit, Jugend, frühes, mittleres und spätes Erwachsenenalter. Das Modell der 7-Jahres-Zyklen unterteilt das Erwachsenenleben feiner: 21–28 (Aufbruch), 28–35 (Familie und Verantwortung), 35–42 (Standortbestimmung), 42–49 (Lebensmitte), 49–56 (Reife), 56–63 (Übergang in den Ruhestand) und ab 63 (neue Freiheit).

Was besagt das Modell der 7-Jahres-Zyklen?

Es geht davon aus, dass sich das Leben in Abschnitten von etwa sieben Jahren entwickelt und an den Übergängen typische Veränderungen auftreten. Die Idee reicht bis zum Athener Staatsmann Solon zurück und wurde vor allem durch Rudolf Steiner bekannt. Es ist ein Orientierungsmodell, kein wissenschaftlich belegtes Gesetz.

Wann beginnt die Lebensmitte?

Im 7-Jahres-Modell liegt die Lebensmitte zwischen 42 und 49 Jahren. Viele Menschen erleben bereits ab Mitte dreißig eine erste Standortbestimmung. Typisch sind Sinnfragen, das Gefühl, fremd im eigenen Leben zu sein, und der Wunsch nach beruflicher oder persönlicher Neuorientierung.

Woran erkenne ich, dass eine neue Lebensphase beginnt?

Häufige Anzeichen sind innere Unruhe, Erschöpfung trotz funktionierendem Alltag, Zweifel am Beruf oder an der Beziehung und die Frage „War das schon alles?“. Oft verändert sich zuerst das innere Erleben, bevor sich im Außen etwas sichtbar ändert.

Was hilft beim Übergang in eine neue Lebensphase?

Hilfreich ist eine ehrliche Bestandsaufnahme, etwa mit dem Lebensrad. Das Ikigai-Modell klärt die Frage nach sinnvoller Arbeit. Human Design zeigt, wie du Entscheidungen triffst, und der Persönlichkeitstest Deep O.C.E.A.N. auf Basis der Big Five, was dich ausmacht. Eine Begleitung durch einen Mentor kann den Prozess strukturieren.

Wenn du gerade an so einem Punkt stehst

Vielleicht hast du diesen Artikel nicht zufällig gelesen.

Vielleicht ist da gerade genau dieses Gefühl: Etwas stimmt nicht mehr. Oder noch nicht wieder. Der Alltag funktioniert, aber innerlich ist etwas in Bewegung geraten. Genau für solche Momente begleite ich Menschen.

Ich bin Ulrich Ege, Mentor und Persönlichkeitsprofiler. Ich verbinde über 25 Jahre Erfahrung aus Wirtschaft und Beratung mit Human Design, Ikigai und integraler Perspektive, um sichtbar zu machen, was dich unverwechselbar macht. Nicht mit fertigen Antworten, sondern mit dem, was wirklich zu dir gehört.

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Hochsensibilität – ist mein Job der falsche für mich?

Hochsensibilität – ist mein Job der falsche für mich?

Der integrale Job-Test für Hochsensible

Bist du hochsensibel bzw. feinfühlig? Dann leidest du wahrscheinlich auch unter einer schnellen Reizüberflutung. Nicht nur im privaten Bereich, sondern ebenso in der Arbeit tun sich hochsensible Menschen manchmal schwer, da sie häufig durch die gegebenen Rahmenbedingungen in der optimalen Ausübung ihrer Tätigkeit beeinträchtigt werden.

Ob Großraumbüro, fehlende Rückzugsmöglichkeit oder die Frage nach der Sinnhaftigkeit - es gibt einige Faktoren, die bei feinfühligen Menschen zu Stress führen können. Auch Themen wie Überforderung, Unterforderung oder das allseits bekannte Hamsterrad werden bei Hochsensibilität schneller “getriggert”. 

Aber egal, ob hochsensibel oder nicht: Hast du schon mal darüber nachgedacht, ob du nicht doch im falschen Job bist? Der folgende “Schnelltest” auf Basis der integralen Theorie liefert dir erste Erkenntnisse und Einsichten diesbezüglich.

Auf das Thema integrale Theorie möchte ich an dieser Stelle nicht im Detail eingehen. Nur so viel: letztendlich geht es - vereinfacht gesagt - um vier verschiedene Perspektiven, die wir einnehmen können, um ein Thema - in diesem Fall deine Arbeit - übergreifend bzw. integral zu betrachten.

Wie sieht es mit deiner inneren Einstellung aus?

Beginnen wir unsere integrale Reise bei deinem Mindset und der Frage: wie sieht es mit deinen Gedanken und Gefühlen aus? Nimm dir dazu gerne mal etwas Zeit und schreibe auf, wie du dich fühlst, wenn du an deine aktuelle Arbeit denkst. Welche Gedanken schießen dir als Erstes durch den Kopf? Schreib’ einfach drauf los, ohne irgendwelche “Filterfunktion”. 

Wenn du das getan hast, prüfe, ob du mehr positive oder negative Dinge aufgeschrieben hast. Dies könnte dir einen ersten Anhaltspunkt über deine innere Einstellung zu deiner Arbeit geben. Falls nun nämlich vor allem negative Gedanken und Gefühle auf deinem Papier stehen, solltest du auf jeden Fall mal darüber nachdenken, warum das so ist und entweder dein Mindset oder die Ursachen ändern.

Fakten, Fakten, Fakten

Nach dem Ausflug in deine Gedanken- und Gefühlswelt geht es nun um Fakten bzw. objektive Gegebenheiten. Gehe hierfür einmal deinen gesamten Arbeitstag (inkl. Weg zur Arbeit) durch und frage dich:

  • Was stört dich an deiner aktuellen Tätigkeit und was gefällt dir?
  • Welche deiner Arbeitsinhalte findest du sinnvoll, welche nicht?
  • Kannst du deine Talente und Fähigkeiten bei deiner Arbeit einsetzen?
  • Wie ist deine Arbeitsbelastung? Wie sind deine Arbeitszeiten?
  • Hast du genügend Freiraum für deine Kreativität?
  • Wieviel verdienst du? Findest du dein Gehalt angemessen?

Wie gesagt, hier geht es v.a. um die Fakten bzw. objektiven Gegebenheiten und inwiefern diese dich als hochsensiblen Menschen in deiner Tätigkeit beeinflussen. Auch hier lade ich dich ein, die positiven und negativen Dinge während deines Arbeitstages gegenüberzustellen und zu schauen, welcher Anteil überwiegt. 

Gemeinsam statt einsam

Kommen wir nun zur Beziehungsebene - schließlich sind wir ja i.d.R. keine Einzelkämpfer im Beruf, sondern umgeben von Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten dürfen. Egal ob Vorgesetzte(r) oder KollegInnen. Gerade für hochsensible bzw. feinfühlige Menschen ist die emotionale Ebene sehr wichtig. Deshalb auch hier ein paar Impulsfragen: 

  • Wie fühlt sich für dich die Zusammenarbeit im Team an? 
  • Erhältst du in der Arbeit die Wertschätzung und Anerkennung, die du verdienst?
  • Hast du das Gefühl, deine Feinfühligkeit wird gesehen und respektiert?
  • Empfindest du das Arbeitsklima eher als ein harmonisches Miteinander oder ein konkurrenzbetontes Gegeneinander?

Fehler im System?

Zu guter Letzt betrachten wir noch die “systemischen” Gegebenheiten bzw. das berufliche Umfeld. Gerade bei Hochsensiblen ist eine “stimmige” Umgebung wichtig als Voraussetzung, um optimal arbeiten zu können. In Zeiten von Homeoffice gibt es hier inzwischen mehr Möglichkeiten, aber nicht jedem sind diese zugänglich. Ein Großraumbüro kann so schnell zur “Hölle” werden. Deshalb auch hier ein paar Impulsfragen: 

  • Wie sieht es mit deinem Arbeitsplatz und deinen generellen Arbeitsbedingungen aus?
  • Gibt es ausreichend Rückzugsmöglichkeiten für dich?
  • Fühlst du dich häufig gestört von der Geräuschkulisse am Arbeitsplatz?
  • Wie sieht es mit deinem Arbeitgeber aus? Ist die Unternehmensphilosophie in deinem Sinne? Werden die dort beschriebenen Werte auch wirklich gelebt?
  • Würdest du sagen, dein Unternehmen schafft einen sinnvollen Mehrwert für unsere Welt?

Und was lernen wir jetzt daraus?

Das waren natürlich nur einige Impulse aus verschiedenen Perspektiven. Als feinfühliger Mensch hast du aber wahrscheinlich schon ein gutes Gefühl dafür bekommen, ob dein Job der richtige für dich ist oder nicht. Vielleicht hast du für dich festgestellt, dass es eigentlich ganz gut passt - bis auf ein paar Dinge. Dann solltest du auf jeden Fall erstmal dankbar sein und dir überlegen, was du kurzfristig tun kannst, um die noch vorhandenen “Störfaktoren” achtsam zu beseitigen. 

 Falls du jedoch das Gefühl bekommen hast, dass ein paar kleine Veränderungen nicht wirklich helfen, musst du jetzt natürlich nicht gleich kündigen. Hier würde ich dir empfehlen, nicht nur deine Arbeit, sondern auch dein Leben einmal detailliert aus ganzheitlicher Sicht zu betrachten. Hierfür gibt es ein sehr hilfreiches Tool, welches ich dir gerne schenke. Schau doch mal unter: https://www.integral-erfolgreich.de/bestandsaufnahme und sichere dir dieses Geschenk.

Auf Basis der daraus gewonnenen Erkenntnisse kannst du dann z.B. mit den vier Kernfragen von ikigai den nächsten Schritt gehen und überlegen, wie die perfekte Arbeit für dich aussehen könnte. Denn in dir schlummern besondere Fähigkeiten, die nur darauf warten, endlich sinnvoll eingesetzt zu werden, um deinen Beitrag für die Welt zu leisten.

Warte deshalb nicht zu lang, sondern sei es dir wert, dein Leben selbstbestimmt zu gestalten.