Abitur – was nun?

Abitur – was nun?

Wie geht es weiter nach dem Abitur?

Nun ist es also endlich so weit. Nach dreizehn Jahren Schulzeit ist es vollbracht: das Abitur in der Tasche und die ganze Welt liegt einem zu Füßen. Und so wird erstmal kräftig gefeiert und die frisch gewonnene Freiheit ausgiebig genossen.

Nach dem Abitur das böse Erwachen?

Irgendwann kommt jedoch der Zeitpunkt, wo es um die eigene Zukunft geht.

Während sich manche schon rechtzeitig viele Gedanken darüber gemacht haben, was sie nach dem Abitur machen werden, tun sich andere wiederum - trotz Berufsberatung und Eltern wink - sehr schwer damit, eine Entscheidung über ihre zukünftige "Laufbahn" zu treffen.

  • Soll es ein Studium oder eine Ausbildung sein, und wenn ja, welche?
  • Oder soll ich lieber direkt in das Berufsleben einsteigen und Geld verdienen?

Um diese und andere Fragen zu beantworten, macht es Sinn, einen Blick auf die eigene Persönlichkeit zu werfen, um v.a. jungen Menschen nach der Schule bzw. dem Abitur eine wertvolle Orientierung für ihr weiteres Leben zu ermöglichen.

Deep O.C.E.A.N. und die Tiefen der Persönlichkeit

Das Deep O.C.E.A.N. Modell ist eine Erweiterung des Big Five Persönlichkeitstests (häufig auch Fünf-Faktoren-Modell genannt). Laut Wikipedia gilt dieser heute international als das universelle Standardmodell in der Persönlichkeitsforschung, was durch zahlreiche Studien bestätigt wurde.

Während beim Big Five - wie der Name schon sagt - fünf Hauptdimensionen betrachtet werden (Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit, Neurotizismus), geht der Deep O.C.E.A.N. Test noch etwas weiter und unterteilt die fünf Hauptdimensionen in jeweils zwei weitere Ausprägungen, um die Persönlichkeit noch detaillierter (in zehn Dimensionen) darzustellen. Dies ist deshalb sinnvoll, da es häufig vorkommt, dass die Ausprägungen innerhalb einer Hauptdimension komplett unterschiedlich sind.

Wenn z.B. Dominanz niedrig und Enthusiasmus hoch sind, würde das beim Big Five Test „nur“ zu einem durchschnittlichen Wert bei Extraversion führen und somit eher weniger Aussagekraft hinsichtlich der Persönlichkeit ermöglichen. Deep O.C.E.A.N. dagegen unterscheidet beide Ausprägungen und erlaubt so einen detaillierten Blick auf einzelne Merkmale deiner Persönlichkeit.

Was ist der Unterschied zwischen Verhalten und Persönlichkeit?

Vielleicht hast du ja schon den einen oder anderen Persönlichkeitstest gemacht und hast das Gefühl, du kennst deine Persönlichkeit. Aber Vorsicht: Viele bekannte Tests sind entweder nicht wissenschaftlich fundiert oder messen nicht die Persönlichkeit, sondern das Verhalten (wie z.B. das 4-farbige DISG-Modell).

Aber was ist denn der entscheidende Unterschied zwischen Persönlichkeit und Verhalten? Nun ja, die Persönlichkeit ist weitestgehend festgelegt und kaum veränderbar, während sich das Verhalten durchaus im Laufe des Lebens oder in gewissen Situationen verändern kann.

Wesentliche Einflussfaktoren sind hier z.B. die jeweilige Erziehung und die Systeme, in denen man lebt bzw. arbeitet. So kann es sein, dass man in der Arbeit ein ganz anderes Verhalten zeigt als im privaten Umfeld. Zudem eignen wir uns im Laufe des Lebens gewisse Denk- und Verhaltensmuster (Konditionierungen) an, welche oftmals nicht unserer wahren Persönlichkeit entsprechen. Dies führt dazu, dass wir uns nicht authentisch verhalten, was auf Dauer weder uns selbst noch unserem Umfeld nützt.

Wie kann Deep O.C.E.A.N. nach dem Abitur helfen?

Der Deep O.C.E.A.N. Test kann auf vielfältige Weise bei der Studien- und Ausbildungswahl sowie während des Studiums selbst unterstützen. Hier sind einige konkrete Beispiele:

Deep O.C.E.A.N. als Hilfe bei der Studien- und Ausbildungswahl

  • Offenheit für Erfahrungen: Ein hoher Wert in dieser Dimension könnte darauf hinweisen, dass ein Studium der Geisteswissenschaften, eine Ausbildung im Kreativbereich oder ein Auslandssemester besonders bereichernd sein könnte.
  • Gewissenhaftigkeit: Studiengänge oder Ausbildungen, die eine hohe Organisationsfähigkeit, detailliertes Arbeiten oder Fleiß erfordern, wie Jura oder Medizin, könnten für Personen mit hohen Werten in dieser Dimension passend sein.
  • Extraversion: Menschen mit einer hohen Ausprägung in Enthusiasmus und/ oder Dominanz könnten in Studiengängen oder Berufen, die viel Interaktion mit anderen Menschen erfordern, wie Marketing, Eventmanagement oder Lehramt, aufblühen.
  • Verträglichkeit: Hohe Werte bei Empathie könnten auf eine Eignung für soziale Berufe hinweisen.

Deep O.C.E.A.N. als Hilfe während des Studiums

  • Selbstmanagement: Deep O.C.E.A.N. kann dabei helfen, effektive Lern- und Arbeitsstrategien zu entwickeln, die zu den eigenen Persönlichkeitsmerkmalen passen.
  • Teamarbeit: Die Kenntnis der eigenen Persönlichkeitsmerkmale und derer von Kommilitonen kann die Zusammenarbeit in Projekten und Gruppenarbeiten verbessern.
  • Stressbewältigung: Ein Verständnis für die eigene Reaktion auf Stress kann dabei helfen, geeignete Bewältigungsstrategien für Prüfungsphasen zu entwickeln.

Deep O.C.E.A.N. für die langfristige Karriereplanung

  • Karriereplanung: Die Ergebnisse des Tests können dabei unterstützen, langfristige Karriereziele zu setzen, die mit den persönlichen Potenzialen und Werten übereinstimmen.
  • Authentizität und Selbstwert: Ein tieferes Verständnis der eigenen Persönlichkeit kann dabei helfen, sein Leben individuell und authentisch zu gestalten sowie den Selbstwert zu steigern.

Diese Beispiele zeigen, wie der Deep O.C.E.A.N. Test als Werkzeug zur Selbstreflexion und als Leitfaden für wichtige Entscheidungen nach dem Abitur dienen kann.

Es ist wichtig zu betonen, dass der Test nicht als alleiniges Entscheidungskriterium verwendet werden sollte, sondern als ein Element in einem umfassenderen Prozess der Selbstfindung und Berufsberatung.

Psychodynamiken und Einzigartigkeit

Deep O.C.E.A.N. bietet jedoch noch viele weitere Möglichkeiten. Im Rahmen eines ausführlichen Auswertungsgesprächs werden nämlich auch potenzielle Psychodynamiken betrachtet, also das Zusammenspiel einzelner Persönlichkeitsmerkmale.

Bei Deep O.C.E.A.N. gibt es keine Schubladen und kein gut oder schlecht. Jede Ausprägung hat seine Vor- und Nachteile. Wichtig ist, sich dessen bewusst zu werden, um sich selbst und andere besser zu verstehen. Dies ist aus meiner Sicht die Basis für ein erfolgreiches und glückliches Leben nach dem Abitur.

Falls Du nun neugierig geworden bist, lade ich dich ein, dich hier über den Deep O.C.E.A.N. Test zu informieren oder direkt einen Termin für ein unverbindliches Gespräch mit mir zu vereinbaren. Dort erfährst du mehr über die Möglicheiten von Deep O.C.E.A.N. und - falls du möchtest - auch über weitere Konzepte wie ikigai oder Human Design.

Donald Trump Human Design: Was sein Chart zeigt · und was nicht

Donald Trump Human Design: Was sein Chart zeigt · und was nicht

Human Design · Promi-Analyse

Donald Trump Human Design: Was sein Chart zeigt · und was nicht

Typ, Profil, Autorität und Kanäle · kritisch gelesen von einem Wirtschaftsmathematiker

Kaum ein Mensch polarisiert so stark wie Donald Trump. Für die einen ist er ein Macher, für die anderen eine Gefahr. Mich interessiert eine andere Frage: Welche Energiemuster zeigt sein Human Design Chart · und wo endet das, was ein Chart überhaupt erklären kann?

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump ist im Human Design ein Manifestierender Generator mit Profil 1/3, emotionaler Autorität und Single-Definition.
  • Sein Inkarnationskreuz ist das Rechtwinklige Kreuz von Eden (12/11 · 36/6).
  • Prägend sind vier Kanäle: 21-45 (Geld und Führung), 35-36 (Hunger nach Erfahrung), 6-59 (Nähe und Bindung) und 17-62 (Meinung und Detail).
  • Sein offenes G-Zentrum macht Identität und Richtung zu einem Lebensthema.
  • Human Design erklärt keine Politik. Es beschreibt Energiemuster · mit Gaben und Schatten.

Trumps Human Design auf einen Blick

MerkmalAusprägung
Geburtsdaten14. Juni 1946, 10:54 Uhr, Queens, New York · Quelle: Geburtsurkunde (Rodden-Rating AA)
TypManifestierender Generator
StrategieWarten, um zu reagieren · dann informieren
Innere AutoritätEmotional (Solarplexus)
Profil1/3 · Forscher und Experimentierer
DefinitionSingle
InkarnationskreuzRechtwinkliges Kreuz von Eden (12/11 · 36/6)
Definierte ZentrenKehle, Ego/Herz, Solarplexus, Sakral, Ajna
Offene ZentrenKopf, G-Zentrum, Milz, Wurzel
Kanäle21-45, 35-36, 6-59, 17-62
Human Design Chart (Bodygraph) von Donald Trump, geboren 14.06.1946, 10:54 Uhr, Queens
Bodygraph von Donald Trump

Bevor wir starten: Warum ich Promi-Charts lese · und wo meine Grenze liegt

Ich war lange selbst skeptisch gegenüber Human Design. Als Wirtschaftsmathematiker glaube ich zuerst an Daten, nicht an schöne Geschichten. Wie ich nach mehreren Jahren Praxis dennoch zu Human Design gefunden habe, beschreibe ich in Human Design · Humbug oder Wunder-Tool?

Eine Ferndeutung ist eine Hypothese, keine Diagnose.

Ich kenne Donald Trump nicht persönlich. Und wer einen Menschen schon gut zu kennen glaubt, findet im Chart leicht genau das, was er ohnehin erwartet. Psychologen nennen das Bestätigungsfehler. Ich trenne darum bewusst zwischen dem, was das Chart beschreibt, dem, was öffentlich beobachtbar ist, und meiner Deutung.

Persönliche Anmerkung

Ich schaue hier teilweise in einen Spiegel

Ich bin selbst Manifestierender Generator mit emotionaler Autorität · und ich teile mit Donald Trump zwei Kanäle, nämlich 21-45 und 6-59. Genau das ist für mich die wichtigste Lektion dieses Charts: Gleiche Energie heißt nicht gleicher Weg. Das Design ist eine Landkarte, keine Ausrede.

Die Basis

Typ: Manifestierender Generator · Energie, Tempo, Ungeduld

Human Design unterscheidet fünf Typen: Generator, Manifestierender Generator, Manifestor, Projektor und Reflektor. Trump ist ein Manifestierender Generator. Sein Sakralzentrum ist definiert und gibt ihm viel verlässliche Lebensenergie. Zusätzlich ist seine Kehle mit gleich zwei Motoren verbunden: mit dem Ego über den Kanal 21-45 und mit dem Solarplexus über den Kanal 35-36. Das bedeutet Tempo, Gleichzeitigkeit und den Drang, Dinge sofort umzusetzen.

GabeSchatten
Ausdauer, Vielseitigkeit, Schritte überspringen und schnell Ergebnisse erzielenUngeduld, Frust und Ärger, wenn etwas zu lange dauert · wirkt nach außen sprunghaft

Die Strategie des Manifestierenden Generators lautet: nicht aus dem Kopf heraus initiieren, sondern auf das reagieren, was das Leben anbietet · und die Betroffenen informieren, bevor man loslegt. Wird diese Strategie übergangen, zeigt sich das Nicht-Selbst, meist als Frust und Wut.

Emotionale Autorität: Die Welle, die keine Eile kennt

Trumps Solarplexus ist definiert. Damit hat er die emotionale Autorität, und sein Erleben verläuft in Wellen: Hochs, Tiefs, Begeisterung, Ernüchterung. Für Menschen mit dieser Autorität gilt ein Grundsatz:

Im Moment gibt es keine Wahrheit.

Klarheit entsteht erst, wenn man eine Entscheidung über mehrere Stimmungslagen hinweg betrachtet hat. Wie das im Alltag gelingt, beschreibe ich in Richtig entscheiden.

Öffentlich beobachtbar: viele schnelle Ankündigungen, die später korrigiert, verschoben oder zurückgenommen werden. Meine Deutung: ein typisches Bild, wenn Entscheidungen auf dem Hoch oder Tief der Welle fallen statt danach.

Profil 1/3: Fundament suchen, durch Versuch und Irrtum lernen

Die Linie 1 (Forscher) braucht ein sicheres Fundament. Sie will wissen, worauf sie steht. Die Linie 3 (Experimentierer) lernt durch Ausprobieren: Sie entdeckt, was funktioniert, indem sie herausfindet, was nicht funktioniert. Bindungen werden eingegangen und wieder gelöst, Rückschläge gehören zum Lernweg.

Öffentlich beobachtbar: Trumps Unternehmen haben mehrere Insolvenzverfahren durchlaufen, vor allem im Casino- und Hotelgeschäft, und er ist trotzdem immer wieder zurückgekommen. Meine Deutung: Diese Stehaufmännchen-Biografie passt auffallend gut zum Profil 1/3.

Donald Trump Human Design: Profil 1/3, Forscher und Experimentierer
Lebensthema

Inkarnationskreuz von Eden und die Sonne in Tor 12

Die Sonne trägt im Human Design den größten Teil der Prägung. Trumps bewusste Sonne steht in Tor 12, seine bewusste Erde in Tor 11. Zusammen mit Tor 36 und Tor 6 auf der unbewussten Seite ergibt das das Rechtwinklige Kreuz von Eden. Sein Thema ist der Weg aus der Unschuld in die Erfahrung: Das Leben lehrt durch Krisen, Verlust und Neubeginn.

Tor 12 sitzt in der Kehle und steht für Vorsicht und einen stimmungsabhängigen Ausdruck. Im richtigen Moment gesprochen, können die Worte andere tief bewegen. Zur falschen Zeit wirken sie schroff und abweisend.

Tor 11 im Ajna steht für Ideen, Bilder und Geschichten. Es taucht bei Trump zweimal auf: in der bewussten Erde (11.1) und im unbewussten Südknoten (11.4). In der Gabe teilt es inspirierende Visionen. Im Schatten hält es Erzählungen für wahr, nur weil sie ein gutes Bild ergeben.

Hinweis zur ersten Fassung: In der Version von 2024 fehlte die Sonne. Ich habe das Chart neu berechnet und diesen Abschnitt ergänzt.

Die Talente

Vier Kanäle, die Trumps Chart prägen

Kanal 21-45 im Human Design von Donald Trump: Geld, Kontrolle, Führung Kanal 35-36 im Human Design von Donald Trump: Hunger nach Erfahrung Kanal 6-59 im Human Design von Donald Trump: Nähe, Bindung, Deals
01

Kanal 21-45: Geld, Kontrolle, Führung des Stammes

Der „Kanal des Geldes“ verbindet das Ego mit der Kehle. Er steht für die Fähigkeit, materielle Ressourcen zu sichern, zu verwalten und eine Gemeinschaft zu führen · fast wie ein König, der für seinen Stamm sorgt.

Gabe: Durchsetzungskraft, Führungswille, Instinkt für Besitz und Verhandlung. Schatten: Kontrollbedürfnis und die Neigung, Macht nicht zu teilen.

Die Kernfrage dieses Kanals: Dient die Führung dem Stamm oder vor allem dem Herrscher? Seit Januar 2025 ist Trump zum zweiten Mal Präsident der USA · für diesen Kanal die größte denkbare Bühne.

02

Kanal 35-36: Hunger nach Erfahrung

Der Kanal verbindet den Solarplexus mit der Kehle. Menschen mit diesem Kanal suchen Abwechslung, Intensität und neue Erlebnisse und wollen davon erzählen.

Tor 36.3 (unbewusste Sonne) steht für die Fähigkeit, Krisen auszuhalten und daraus eine neue Ordnung entstehen zu lassen · im Schatten für das Nicht-Loslassen-Können. Tor 35.3 steht für Fortschritt durch Zusammenarbeit · im Schatten für das Bedürfnis, selbst im Mittelpunkt der Veränderung zu stehen.

Meine Deutung: Das erklärt gut, warum Trump jedes neue Projekt wie ein Abenteuer angeht · mit großer Intensität und einer gewissen Lust an der Krise.

03

Kanal 6-59: Nähe, Bindung und Deals

Der Kanal verbindet das Sakralzentrum mit dem Solarplexus. Er baut Barrieren zwischen Menschen ab und stellt Verbindung her · in Partnerschaften wie im Geschäftsleben. Mit Tor 59 in Linie 6 kommt ein starkes Bedürfnis nach Abwechslung dazu, das Bindungen oft kurzlebig macht.

Tor 6.3 (unbewusste Erde) steht für Loyalität und die Fähigkeit, sich auch aus einer schwachen Position heraus Rückhalt zu sichern.

Meine Deutung: Das passt zu einem auffälligen Phänomen · viele Anhänger bleiben Trump treu, auch nach Skandalen, Anklagen und Verurteilungen.

04

Kanal 17-62: Meinung mit Detail

Der Kanal verbindet das Ajna mit der Kehle und steht für die Fähigkeit, Meinungen zu bilden, mit Details zu untermauern und in Worte zu fassen. Tor 17.2 bildet Meinungen eher selektiv, passend zum eigenen Zweck. Tor 62.6 bringt Selbstdisziplin und den Blick fürs Detail.

Öffentlich beobachtbar: Trump sagt, was er denkt · und das ständig.

Tor 26: Der Verkäufer · Gabe und Schatten

Tor 26 im Ego-Zentrum ist bei Trump doppelt aktiviert: im bewussten Mond und im bewussten Südknoten, jeweils in Linie 5. Es ist das Tor des Verkäufers · es kann eine Idee, ein Produkt oder ein Programm so darstellen, dass andere es haben wollen.

GabeSchatten
Überzeugungskraft, Taktik, ein feines Gespür dafür, was beim Publikum ankommtÜbertreibung und das Biegen der Wahrheit, wenn es dem Ziel dient

Öffentlich beobachtbar: Der Faktencheck der Washington Post hat für Trumps erste Amtszeit über 30.000 falsche oder irreführende Aussagen gezählt. Wichtig: Human Design erklärt nicht, dass jemand die Wahrheit biegt. Es zeigt ein Talent zur Überzeugung. Ob man es ehrlich einsetzt, ist eine menschliche Entscheidung, keine energetische.

Tor 26 im Human Design von Donald Trump: Überzeugungskraft und ihr Schatten

Das offene G-Zentrum: Identität im Außen

Das G-Zentrum steht für Identität, Richtung und Liebe. Bei Trump ist es offen. Menschen mit offenem G-Zentrum nehmen die Identität ihrer Umgebung stark auf und fühlen sich dort am meisten sie selbst, wo Ort und Menschen gut für sie sind. Im Schatten suchen sie Richtung und Bestätigung im Außen · in Erfolg, Status und Zustimmung.

Meine Deutung: Das könnte erklären, warum Bühne, Publikum und Anerkennung für Trump so zentral sind. Ob dahinter eine Suche nach Liebe steht, kann ich aus der Ferne nicht wissen. Stimmig wäre das Muster.

Der größere Rahmen

Der integrale Blick: Was Human Design nicht erklärt

Human Design ist für mich eine von mehreren Landkarten, nicht die ganze Welt. Nach der Integralen Theorie von Ken Wilber lässt sich jeder Mensch aus vier Perspektiven betrachten:

PerspektiveWas sie bei Trump zeigt
Innen, individuellEnergie und Persönlichkeit · hier setzt Human Design an.
Außen, individuellBeobachtbares Verhalten. Der Psychologe Dan P. McAdams schätzte Trump 2016 nach dem Big-Five-Modell ein: extrem hohe Extraversion, extrem niedrige Verträglichkeit. Keine Bestätigung von Human Design, aber eine interessante Übereinstimmung mit definierter Kehle und definiertem Ego.
Innen, kollektivWerte, Ängste und Hoffnungen seiner Wählerschaft · ohne sie gäbe es keinen Präsidenten Trump.
Außen, kollektivMediensystem, Wahlrecht, Wirtschaftslage, soziale Netzwerke.

Wer Trump nur über sein Chart erklärt, macht denselben Fehler wie jemand, der ihn nur über seine Posts erklärt.

Was du für dich daraus mitnehmen kannst

Bei Promi-Charts geht es mir nicht um Urteile, sondern um Muster, die viele von uns im kleineren Maßstab kennen:

  1. Du bist emotional definiert? Dann ist das Hoch keine gute Zeit für große Zusagen und das Tief keine gute Zeit für Kündigungen. Schlaf darüber · gern mehrmals.
  2. Dein G-Zentrum ist offen? Dann frag dich ehrlich: Wer oder was bestimmt gerade meine Richtung?
  3. Jede Energie hat zwei Seiten. Überzeugungskraft kann verbinden oder manipulieren, Führungswille kann dienen oder herrschen. Das Design zeigt das Potenzial, die Richtung wählst du.

Fazit: Eine Landkarte, kein Urteil

Trumps Chart zeigt enorme Energie, ein starkes Bedürfnis nach Führung und Erfahrung und eine Identität, die stark im Außen gesucht wird. Es zeigt auch, wie nah Gabe und Schatten beieinanderliegen. Was ein Mensch daraus macht, steht in keinem Chart.

Gleiche Energie heißt nicht gleicher Weg.

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Häufige Fragen zu Donald Trumps Human Design

Welcher Human Design Typ ist Donald Trump?

Donald Trump ist ein Manifestierender Generator. Er hat ein definiertes Sakralzentrum, und seine Kehle ist mit zwei Motoren verbunden: dem Ego und dem Solarplexus.

Welches Profil hat Donald Trump im Human Design?

Trump hat das Profil 1/3: Forscher (Linie 1) und Experimentierer (Linie 3). Er braucht ein sicheres Fundament und lernt durch Versuch und Irrtum.

Welche innere Autorität hat Trump?

Trump hat die emotionale Autorität. Klare Entscheidungen entstehen bei ihm laut Human Design erst, wenn er seine emotionale Welle abgewartet hat.

Welches Inkarnationskreuz hat Donald Trump?

Das Rechtwinklige Kreuz von Eden (Tore 12/11 und 36/6). Es steht für einen Lebensweg, der durch Erfahrung, Krisen und Neubeginn lehrt.

Wie verlässlich sind Trumps Geburtsdaten?

Sehr verlässlich. Die Geburtszeit 10:54 Uhr stammt aus seiner Geburtsurkunde und hat bei der Astro-Datenbank von Lois Rodden das Rating AA, die höchste Verlässlichkeitsstufe.

Kann Human Design Trumps Politik erklären?

Nein. Human Design beschreibt Energiemuster und Neigungen, nicht Überzeugungen oder Entscheidungen. Politik entsteht aus Persönlichkeit, Werten, Kultur und Systemen zusammen.

Weitere Promi-Analysen

Ulrich Ege, Mentor für Menschen an beruflichen und persönlichen Wendepunkten

Ulrich Ege · Wirtschaftsmathematiker mit über 25 Jahren Business-Erfahrung, Persönlichkeits-Profiler, integraler Coach und Mentor. Ich begleite Menschen an beruflichen und persönlichen Wendepunkten dabei, zu erkennen, was sie unverwechselbar macht · und dem eine Struktur zu geben.

Erstmals veröffentlicht: März 2024 · Zuletzt aktualisiert: November 2026

Lebensphasen Human Design

Lebensphasen Human Design

Human Design und die Lebensphasen des Menschen

Eine Reise durch die 7-Jahres-Zyklen mit Human Design

Als Mensch durchlaufen wir verschiedene Lebensphasen, die häufig in 7-Jahres-Zyklen unterteilt werden (siehe hierzu auch diesen Beitrag). Jede Lebensphase hat dabei ihre eigenen Herausforderungen, die es zu meistern gilt. In diesem Beitrag möchte ich dir zeigen, wie dich Human Design dabei unterstützen kann, in jeder dieser Lebensphasen ganzheitlich glücklich und erfolgreich zu sein.

Falls du Human Design noch nicht kennst, empfehle ich dir diesen Beitrag von mir.

Ein wesentlicher Nutzen von Human Design besteht aus meiner Sicht darin, sich selbst und andere besser zu verstehen. Dies ist die Basis für mehr Selbstliebe, Selbstwert und harmonische Beziehungen.

Human Design für Kinder (bis ca. 14 Jahre)

Meine Vision ist es, unseren Kindern schon in jungen Jahren ein Bewusstsein dafür zu geben, dass jeder Mensch einzigartig ist und dass es nicht gut ist, sich immer mit anderen zu vergleichen. Human Design zeigt dies, indem jeder Mensch ein individuelles energetisches Chart (Körpergrafik) besitzt, eine Art energetischen Fingerabdruck.

Wenn wir nun mit Hilfe von Human Design als Eltern wissen, wie unsere Kinder “ticken” und warum sie vielleicht anders sind bzw. sich anders verhalten als wir es gern hätten, können wir achtsamer damit umgehen. So unterscheidet Human Design z.B. fünf verschiedene Energietypen (Generator, Manifestierender Generator, Projektor, Manifestor, Reflektor). Hieraus ergeben sich u.a. Informationen über die jeweilige “Basisenergie” und die Interaktion mit anderen Menschen.

Erst neulich hatte ich ein sehr interessantes Impuls-Reading mit einer Mutter. Es zeigte sich, dass die eine Tochter Manifestorin und die andere Projektorin ist - zwei eher seltene Energietypen. Als ich ihr über die jeweiligen Eigenschaften dieser beiden Typen erzählte, war sie sehr erleichtert und dankbar, weil sie nun eine Erklärung dafür hatte, warum ihre beiden Kinder so unterschiedlich in ihrer Persönlichkeit und ihrem Verhalten sind.

Manifestoren-Kinder lassen sich z.B. nur sehr schwer “bändigen”, da sie von Natur aus Dinge initiieren möchten und sehr freiheitsliebend sind. Wenn wir nun als besorgte Eltern versuchen, dieses Kind in irgendeiner Weise zu beschränken, wird es i.d.R. wütend. Hier besteht die Herausforderung darin, geeignete Wege zu finden, dem Kind genügend Freiraum zu lassen, ihm aber dennoch gewisse Grenzen aufzuzeigen und es dazu zu bringen, dass es über die eigenen Taten informiert, bevor es diese einfach tut.

Aber nicht nur der Typ, auch viele andere Dinge lassen sich aus dem Human Design Chart erkennen, die für das Verständnis unserer Kinder sehr hilfreich sind, wie z.B. Lerntyp, ideale Lernumgebung und besondere Fähigkeiten und Talente, die idealerweise von klein auf gefördert werden sollten und für die optimale Entwicklung des Kindes sehr wichtig sind.

Human Design als Orientierung für junge Erwachsene (14-21 Jahre)

Eine große Herausforderung ist häufig die Pubertät und die damit verbundene Abnabelung von den Eltern. Hier ist es von Vorteil, wenn die Jugendlichen eine gewisse Orientierung haben, um diese prägenden Jahre gut zu überstehen. Irgendwann geht dann auch die Schulzeit zu Ende und der “Ernst des Lebens” beginnt. Spätestens hier stellt sich die Frage nach der richtigen Ausbildung, dem richtigen Studium, dem richtigen Berufsweg.

Das "Problem" Eltern

Als Eltern meinen wir es (meistens) gut mit unseren Kindern und möchten, dass sie glücklich und erfolgreich werden. Aber was bedeuten Glück und Erfolg? Hier gehen die Vorstellungen zwischen Eltern und Kindern manchmal weit auseinander. Neben den “Generationenthemen”, die einen Einfluss auf bestimmte Jahrgänge haben (z.B. Generation X, Y etc.), besitzt jeder Mensch eine individuelle Persönlichkeit und demzufolge einzigartige Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse.

Wenn es nun z.B. in einer Familie seit Generationen Tradition ist, Arzt oder Handwerker oder was auch immer zu sein - oder wenn es seit Generationen einen Familienbetrieb gibt, dann wird es i.d.R. für einen jungen Menschen schwierig, andere Wege einzuschlagen, wenn man nicht den großen Familienkrach heraufbeschwören möchte.

Und so passiert es leider häufig, dass man einen Berufsweg wählt, der nicht der eigenen Persönlichkeit entspricht. Die Folge: spätestens in der Mitte des Lebens werden diese Menschen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Krise erleben und eventuell ihr komplettes Leben verändern - oder aber frustriert das bisherige Leben weiterführen.

Wenn nun jedoch die jungen Erwachsenen die Möglichkeit haben, sich ihrer Stärken und Talente im Rahmen einer ganzheitlichen Human Design Analyse (oder eines Deep O.C.E.A.N. Persönlichkeitstest) bewusst zu werden, und wenn die Eltern ihre Kinder dabei unterstützen und bestärken, ihren eigenen Weg zu gehen, dann werden aus diesen jungen Menschen motivierte und selbstbewusste Erwachsene, die genau die Ausbildung bzw. das Studium machen, die ihrer Persönlichkeit entspricht.

Die (aktive) Zeitspanne zwischen 21 und 42 Jahre

Nun beginnt der zweite “21-Jahre-Block”: In diesem, oftmals als aktive Phase bezeichneten Lebensabschnitt, findet v.a. die Auseinandersetzung mit sich selbst und dem Umfeld statt. Mehrere wichtige Themen stehen hier an: Berufswahl, Karriere, Familie – und demzufolge auch große Herausforderungen für jede Work-Life-Optimierung.

Es macht Sinn, auch diese Zeitspanne in drei Phasen von jeweils sieben Jahren zu unterteilen.

Mit Human Design durch Sturm und Drang

Die Phase zwischen 21 und 28 Jahren wird gerne auch Sturm-und-Drang-Phase genannt. Es ist die erste richtige Phase des Erwachsenenalters, eine Zeit des Aufbruchs, oftmals verbunden mit dem Wunsch nach mehr Autonomie und der endgültigen Loslösung vom Elternhaus. Diese Phase ist geprägt von vielen neuen Erfahrungen und Entdeckungen – insbesondere Menschen, die in ihrem Human Design Profil eine 3er- oder 6er-Linie haben, probieren in dieser Phase viel aus.

Der Fokus liegt häufig noch immer auf der Ausbildung, der richtigen Berufswahl und auf der neu gewonnenen Freiheit und Selbstständigkeit. Körperlich “gereift” und “voll im Saft stehend” nimmt neben dem Thema Selbstverwirklichung nun auch die Selbstverantwortung eine immer wichtigere Rolle ein.

Spätestens in dieser Phase werden nun die ersten Weichen für die berufliche Zukunft gestellt. Manche wechseln nach einigen Semestern noch einmal den Studiengang oder brechen komplett ab. Dies hat weniger mit Versagen zu tun, sondern vielmehr mit der Erkenntnis, dass es eben doch nicht das Richtige war. Aber wie findet man den richtigen Job bei all den Möglichkeiten, die es heute gibt und den Veränderungen, die sich u.a. durch künstliche Intelligenz und andere Entwicklungen ergeben?

In meinen Coachings nutze ich hierfür gerne das japanische Konzept ikigai (siehe hierzu auch meinen Beitrag), wo es u.a. darum geht, eine Tätigkeit zu finden, die Freude bereitet, bei der die eigenen Talente gut eingesetzt werden können und die in gewisser Hinsicht auch sinnvoll ist bzw. einen Mehrwert bildet.

Aber auch Human Design kann hier wieder wertvolle Dienste leisten. Neben den schon erwähnten Talenten und dem “Energiehaushalt”, ergeben sich aus dem Chart u.a. Hinweise auf die eigene Rolle im Wertschöpfungsprozess (also z.B. Forschung, Produktion, Vertrieb) und über das ideale Arbeitsumfeld - manche lieben z.B. das kommunikative Miteinander im Team, andere bevorzugen wiederum das selbstständige Arbeiten.

Grundsätzlich ist es wichtig, das Human Design Chart immer ganzheitlich zu betrachten und nicht nur einzelne Aspekte, um ein wirklich aussagefähiges Gesamtbild der Persönlichkeit zu erhalten.

Auch hier sei nochmals der Hinweis erlaubt, dass ich für die Anhänger der Gehirnforschung den wissenschaftlich fundierten Deep O.C.E.A.N.-Test von Herzen empfehlen kann. Die Unterschiede und jeweiligen Vor- und Nachteile von Deep O.C.E.A.N. und Human Design erläutere ich dir gerne in einem unverbindlichen Info-Gespräch.

Familienglück und Karriereplanung (28-35 Jahre)

Ausbildung, Studium und die ersten Berufsjahre hinter sich und um viele Erfahrungen reicher, kommt im Alter zwischen 28 und 35 Jahren dann eine Phase, die oftmals mit Familienplanung bzw. -gründung einhergeht. Statt Individualität und Freiheit stehen nun i.d.R. gemeinsame Zukunftspläne (Kinder, Haus, Altersvorsorge etc.) und die Übernahme von Verantwortung an.

Es ist also die Phase, in der man ruhiger wird und häufig den “Partner fürs Leben” sucht, sofern man ihn noch nicht gefunden hat. Nun ist es leider so, dass Beziehungen immer auch mit Herausforderungen verbunden sind und ich möchte an dieser Stelle folgende “Weisheit” zitieren:

“Das Aussehen entscheidet, wer zusammenkommt, die Persönlichkeit, wer zusammen bleibt.”

Es ist nun mal so, dass natürlich das Aussehen und die körperliche Anziehung eine wesentliche Rolle spielen, aber für eine dauerhafte erfüllende Beziehung ist es viel wichtiger, dass die “Chemie” passt bzw. es auf energetischer Ebene eine Anziehung (“gleiche Wellenlänge”) bzw. nicht zu viele potenzielle Trigger gibt. Wahrscheinlich hast du es auch schon häufiger erlebt, dass es einfach Menschen gibt, bei denen man ein gutes Gefühl hat und andere, bei denen man sich nicht wohl fühlt.

Human Design in Beziehungen

Und auch wenn es schon langsam unheimlich wird, aber auch hier kann Human Design eine große Hilfe sein. Denn neben den individuellen Charts gibt es auch sog. Komposit-Charts, bei denen ersichtlich wird, wie zwei Menschen auf energetischer Ebene interagieren.

Aber Achtung: es geht hier nicht darum, Human Design als Ausrede bzw. Entschuldigung zu nutzen, dass die Beziehung nicht funktioniert. Vielmehr sollte es dafür genutzt werden, potenzielle Trigger zu erkennen und Wege zu finden, wie man damit umgehen kann.

Ein besseres Verständnis für den anderen in Kombination mit offener und ehrlicher Kommunikation und dem Willen, an der Beziehung zu arbeiten, können von Beginn an eine Partnerschaft zum Erblühen bringen und gemeinsames Wachstum ermöglichen.

Erste Standortbestimmung (35-42 Jahre)

Vielleicht ist jetzt der ideale Zeitpunkt für eine erste tiefergehende Ist-Analyse gekommen (z.B. mit dem ganzheitlichen Work-Life-Lebensrad). Denn diese kann dabei helfen, sich auf den nächsten Lebensabschnitt vorzubereiten, der für das weitere Leben oftmals eine entscheidende Rolle spielt.

Die Herausforderungen in dieser Lebensphase sind vielfältig, es gilt in den verschiedensten Lebensbereichen zu “performen”, von der Kindererziehung über die Beziehung bis zur Karriereplanung. Immer wieder müssen wichtige Entscheidungen getroffen werden. Und während uns von klein auf eingetrichtert wurde, dass unser Verstand hier das Mittel der Wahl ist, erkennt auch die Wissenschaft immer deutlicher, dass dem nicht so ist.

Richtige Entscheidungen treffen mit Human Design

Auch wenn es zumeist unbewusst geschieht, aber wir alle haben eine körpereigene Intelligenz oder wie es im Human Design heißt, eine innere Autorität, auf die wir bei Entscheidungen hören sollten. Bei ca. 50% der Menschen ist dies die “emotionale Autorität”. Hier gilt es, keine zu schnellen Entscheidungen zu treffen, sondern die bekannte “Nacht darüber zu schlafen”. Vielleicht kennst du das ja auch, dass du häufig Entscheidungen aus der Emotion heraus getroffen hast, die du dann später bereut hast.

Human Design zeigt dir, wie du Entscheidungen treffen solltest und auf welche innere Stimme du unbedingt hören solltest. Gerade in Beziehungen, aber auch bei beruflichen Entscheidungen lassen wir uns viel zu häufig von unseren (schwankenden) Emotionen oder dem (rationalen) Verstand leiten statt z.B. auf unseren Bauch zu hören.

Lebensmitte – Human Design statt Midlife-Krise

Da ist sie also, rein statistisch gesehen die Lebensmitte zwischen 42 und 49 Jahren. Wir spüren, dass die körperliche Vitalität langsam abnimmt, die Endlichkeit des Lebens wird uns immer bewusster und die Frage nach dem Sinn von allem beschäftigt uns das erste Mal so wirklich.

Wir fragen uns, wo unsere Träume von früher hin sind und hinterfragen Job, Beziehung und das eigene Leben. Sinnkrise, Midlife-Crisis oder was auch immer – eine Um- bzw. Neuorientierung drängt sich auf. Dies erfordert jedoch ein Loslassen von alten gewohnten Dingen und eine ehrliche Selbstreflexion. Dazu gehört auch Mut. Nicht selten hindert uns jedoch unser Harmonie- und Sicherheitsbedürfnis daran, wirklich etwas zu verändern und wir machen weiter wie bisher, obwohl wir damit unglücklich sind.

Was ist meine Lebensaufgabe?

Spätestens jetzt solltest du dich mit deinem Human Design beschäftigen, um mehr Klarheit zu gewinnen. Human Design kann dir Antworten liefern, die dich dabei unterstützen, deiner zweiten Lebenshälfte neuen Sinn und eine neue Richtung zu geben - sofern das gewünscht ist.

Denn eine tiefere Betrachtung deines Human Design Charts gibt dir u.a. wertvolle Erkenntnisse über deine Lebensaufgabe. Das mag jetzt vermessen klingen, aber ich durfte bei mir selbst und anderen Menschen miterleben, wie sie ihrem Leben mit Hilfe von Human Design eine neue Sinnhaftigkeit und mehr Lebensfreude gegeben haben.

Aber auch abseits der Lebensaufgabe kann dir Human Design dabei helfen, dein Leben neu zu gestalten. Wir alle sind nämlich geprägt von Konditionierungen und Glaubenssätzen, die uns allzu oft daran hindern, das Leben zu führen, welches wir gerne hätten. Ein Blick auf die undefinierten “Aspekte” des Human Design Charts kann hier wertvolle Hinweise auf potenzielle “Nicht-Selbst-Themen” geben. Diese zu erkennen, ist der erste Schritt zu einem glücklicheren Leben.

Hinterm Horizont geht’s weiter (49-56 Jahre)

Mit 50 fängt das Leben erst so richtig an... dies gilt v.a. für Menschen, die eine 6er-Linie im Profil haben. Während nämlich die ersten 30 Jahre häufig von Experimentieren und Abenteuer geprägt waren, und die Jahre zwischen 30 und 50 eher von Rückzug und Reflexion, spüren viele Menschen nun den Ruf, ihre Rolle als Vorbild einzunehmen, um etwas in der Welt zu bewirken.

Auch hier kann die Beschäftigung mit der Lebensaufgabe wertvolle Hinweise geben, wie man die eigene Persönlichkeit am besten nutzen kann, um einen Mehrwert in die Welt zu bringen bzw. mehr Sinnhaftigkeit in das eigene Leben zu bringen.

Ich selbst habe das 6/3-Profil und habe um die 50 deutlich gespürt, wie es mich in die Sichtbarkeit drängt. Während ich früher eher schüchtern war und mir viel reflektiert habe, begann ich mit etwa 50, einen YouTube-Kanal zu starten, Videos zu drehen, Blog-Beiträge zu schreiben, Vorträge zu halten usw. - und es störte mich immer weniger, was die anderen Menschen darüber dachten.

Deshalb mein Appell v.a. an alle 6er-Linien über 50: geht raus in die Welt und werdet eurer Rolle als Vorbild gerecht, denn schon die Ärzte sangen: ”lass die Leute reden…”.

Ein weiteres Thema in dieser und den folgenden Lebensphasen ist die Gesundheit. Je älter wir werden, umso wichtiger wird es, auf unseren Körper zu achten, z.B. durch mehr Bewegung und eine gesunde Ernährung. Aber bevor du dich jetzt auf irgendwelche Ernährungstipps aus dem Internet stürzt oder dich im Fitness-Studio anmeldest, nutze auch hier Human Design.

Denn Nahrung ist schließlich auch Energie und unser Körper ein wundersames “Gefährt”, welches die richtige Energie braucht, um gut zu funktionieren.

Wie schon erwähnt, gibt es unterschiedliche Energietypen und auch Ernährungstypen. Vielleicht hast du ja selbst schon festgestellt, dass du kalte Speisen besser verträgst als warme oder Essen tagsüber besser verdauen kannst als wenn es dunkel ist. Es gibt viele Aspekte zum Thema Gesundheit, aber auch hier gilt es wieder, dein Human Design Chart ganzheitlich zu betrachten, um deiner Gesundheit etwas Gutes zu tun.

Heute schon an morgen denken - der lange Weg zur Weisheit (56-63 Jahre)

Irgendwann ist es dann soweit: Das Ende des Berufslebens und der Einstieg ins Rentenalter rücken so allmählich näher (ich ignoriere jetzt einfach mal die fortschreitende Anhebung des Rentenalters). Wir schauen zurück auf ein langes Berufsleben, die Kinder sind schon erwachsen, wir müssen uns nichts mehr beweisen und können schon langsam die Zeit des Ruhestands planen.

Sinnhaftigkeit spielt hier oftmals eine große Rolle und somit auch der Wunsch, etwas Gutes zu tun. Eine Möglichkeit wäre, die umfangreichen Erfahrungen an jüngere Generationen weiterzugeben und eine Art Mentor*in zu sein. Auch ein ehrenamtliches Engagement für etwas, das einem wirklich am Herzen liegt, kann erfüllend sein.

Vielleicht ist nun ja auch der Zeitpunkt gekommen, zurück zu blicken auf das eigene Leben und mit Hilfe von Human Design den dritten 21-Jahre-Zyklus bewusst ausklingen zu lassen, bevor ein neuer Lebensabschnitt beginnt.

Viele Menschen fallen mit Beginn der Rente in eine Art Loch, kommen sich wertlos vor oder wissen nicht, was sie mit der vielen Zeit plötzlich anfangen sollen. Deshalb ist es wichtig, sich rechtzeitig Gedanken darüber zu machen, wie man sein Leben nach dem Berufsende gestalten möchte.

Vielleicht beginnst du dann eine neue Reise, indem du dich mit deinem Human Design Chart bewusster auseinander setzt. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass dies eine sehr spannende und lehrreiche Reise mit vielen Erkenntnissen ist.

Denn eines ist wichtig: Wir wissen nicht, wieviel Zeit uns gegeben ist. Deshalb beginne rechtzeitig damit, herauszufinden, wer du bist und was du wirklich willst. Dies ist die Basis für ein ganzheitlich glückliches Leben. 

Fazit

Dies ist das Ende dieser Reise, aber hoffentlich noch lange nicht das Ende deiner Reise.

Egal, wie alt du bist. Ich kann dir nur von Herzen empfehlen, dich mit Human Design zu beschäftigen. Um dir den Einstieg zu erleichtern bzw. die Möglichkeit zu bieten, es auszuprobieren, biete ich interessierten Menschen immer wieder kostenlose 15-minütige Impuls-Readings an. Falls du Interesse daran hast, schau gerne hier nach, ob es aktuell noch freie Termine gibt.

Ulrich Ege (integraler Coach, Berater & Mentor)

Erfahrungen & Bewertungen zu Ulrich Ege
Die Magie von Human Design und ikigai

Die Magie von Human Design und ikigai

Human Design · Ikigai · berufswEGE

Human Design und Ikigai: Warum erst die Verbindung Orientierung gibt

Zwei Werkzeuge, zwei Fragen – und warum jedes allein einen blinden Fleck hat.

Die Arbeitswelt verändert sich schneller als je zuvor. KI und andere Entwicklungen verschieben, was gefragt ist und was nicht. Umso wichtiger wird eine Frage, die keine Technologie für uns beantworten kann: Was macht gerade mich aus – und wofür will ich das einsetzen?

Human Design und Ikigai sind zwei Werkzeuge, die auf diese Frage antworten. Jedes auf seine Weise. Ich nutze beide seit Jahren – erst für mich selbst, dann mit Menschen am beruflichen Wendepunkt. Und ich habe dabei eines gelernt:

Human Design zeigt dir, wie du funktionierst. Ikigai fragt, wofür. Erst zusammen wird daraus eine Richtung, die zu dir passt.

Zwei Werkzeuge, zwei Fragen

Die Frage nach dem Wie

Human Design

Human Design ist eine Art Landkarte deiner Persönlichkeit. Aus deinen Geburtsdaten entsteht ein Chart – oft „energetischer Fingerabdruck“ genannt. Es beschreibt, wie du Entscheidungen triffst, wo deine Energie liegt und wo du dich an Erwartungen angepasst hast.

Ich nutze es nicht als Glaubenssystem, sondern als Reflexionswerkzeug: Es liefert Hypothesen, die du an deiner eigenen Erfahrung überprüfst.

Die Frage nach dem Wofür

Ikigai

Ikigai ist ein japanisches Konzept für das, „wofür es sich zu leben lohnt“. Bekannt geworden ist es durch vier Fragen: Was liebst du? Was kannst du gut? Was braucht die Welt? Wofür wirst du bezahlt?

Ikigai ist keine Endstation, sondern eine Orientierung, die mit dir wächst – denn auch die Welt um dich herum verändert sich ständig.

Beispiel eines Human Design Charts
Dein eigenes Chart berechnest du kostenfrei im Human Design Chart Rechner.

Warum eines allein nicht reicht

Beide Werkzeuge sind stark. Aber jedes hat, für sich genommen, einen blinden Fleck:

AlleinKombiniert
Human Design ohne IkigaiViel Selbsterkenntnis – aber keine Richtung. Du weißt, wie du tickst, aber nicht, wohin damit.Selbsterkenntnis wird zur Grundlage für konkrete Entscheidungen.
Ikigai ohne Human DesignDie vier Fragen werden oft aus dem Kopf beantwortet – mit dem, was man glaubt, lieben oder können zu sollen.Die Antworten werden ehrlicher, weil Anpassungen und Prägungen sichtbar werden.
Beides ohne RealitätscheckEine schöne Vision, die sich wirtschaftlich nicht trägt.Mit betriebswirtschaftlichem Blick wird daraus ein tragfähiger nächster Schritt.

Genau diese drei Ebenen verbinde ich: Human Design für die Selbsterkenntnis, Ikigai für die Ausrichtung – und meine 25 Jahre als Wirtschaftsmathematiker für die Frage, ob es sich auch rechnet. Den Rahmen bildet die integrale Perspektive nach Ken Wilber, damit kein Lebensbereich aus dem Blick gerät.

So arbeite ich

Die vier Ikigai-Fragen – mit Human Design beantwortet

Ausgangspunkt ist dein Human Design Chart. Es ist nicht selbsterklärend, und was man im Internet findet, bleibt meist an der Oberfläche. In meiner Arbeit lese ich es deshalb gezielt entlang der vier Ikigai-Fragen:

01

Was liebst du?

Leidenschaften und echte Interessen erkennen

Was Human Design beiträgt: Dein Typ zeigt, wie du mit der Welt in Kontakt gehst. Strategie und innere Autorität helfen dir zu unterscheiden, was dich wirklich anzieht – und was du nur tust, weil es erwartet wird.

Auch ohne Chart

Was hast du als Kind gern getan? Wobei vergisst du die Zeit? Schreib alles auf – auch das, womit du (scheinbar) kein Geld verdienen kannst.

Ikigai: Leidenschaft und Talente
02

Was kannst du gut?

Natürliche Talente und Stärken entdecken

Was Human Design beiträgt: Die definierten Tore und Kanäle beschreiben Eigenschaften, aus denen sich Talente ergeben. Das Profil zeigt, ob du eher der analytische Forscher, der experimentierfreudige Praktiker oder der Netzwerker bist. Und die neun Zentren zeigen, wo du verlässlich Energie hast.

Aus meiner Praxis

Fast alle unterschätzen ihre Fähigkeiten, weil sie ihnen selbstverständlich vorkommen. Genau hier öffnet Human Design oft die Augen.

03

Was braucht die Welt von dir?

Den eigenen Beitrag finden

Was Human Design beiträgt: Deine offenen Zentren geben dir oft ein feines Gespür für die Bedürfnisse anderer. Und das Lebensthema in deinem Chart – im Human Design „Inkarnationskreuz“ genannt – kann ein Hinweis auf die Rolle sein, die dich erfüllt.

Ikigai: Wofür du bezahlt wirst
04

Wofür wirst du bezahlt?

Die wirtschaftliche Seite

Was Human Design beiträgt: Es zeigt, wie du deine Energie einsetzen kannst, ohne dich auszubrennen – also in welcher Art von Arbeit du auf Dauer leistungsfähig bist.

Was Human Design nicht beantwortet: ob sich eine Idee rechnet. Dafür braucht es klassische Werkzeuge wie das Business Model Canvas, einen Businessplan oder eine realistische Gehaltsrecherche. Denn was bringt die schönste Idee, wenn sie sich finanziell nicht trägt? Genau hier kommt meine Erfahrung als Wirtschaftsmathematiker ins Spiel.

Mehr als vier Kreise

Ikigai umfasst mehr als die vier bekannten Fragen. Ken Mogi beschreibt fünf Säulen: klein beginnen, sich selbst loslassen, Harmonie und Nachhaltigkeit, die Freude an kleinen Dingen und das Leben im Hier und Jetzt. Sie zeigen, wie man sein Ikigai im Alltag lebt – nicht nur, wie man es findet.

Ähnlich denkt die integrale Lebenspraxis nach Ken Wilber: Ganzheitliches Glück entsteht, wenn Körper, Geist, Beziehungen und Umfeld zusammenspielen. Diese Perspektive ist für mich der Rahmen, in dem Human Design und Ikigai ihren Platz finden.

Mein eigener Weg

Ich beschäftige mich seit Jahren mit beiden Themen und entdecke immer neue Facetten. Mir selbst hilft Human Design täglich, mein Ikigai bewusster zu leben – und ehrlicher zu prüfen, ob ich gerade meinem Weg folge oder fremden Erwartungen.

Fazit

Human Design und Ikigai sind zwei Werkzeuge, die dir helfen können, deinen eigenen Weg zu finden. Für sich genommen ist jedes wertvoll. Ihre eigentliche Stärke entfalten sie aber erst zusammen: Human Design sagt dir, wer du bist. Ikigai fragt, wofür. Und der Realitätscheck sorgt dafür, dass es trägt.

Denk daran: Deine Bestimmung ist keine feste Vorgabe. Sie entwickelt sich weiter, so wie du dich weiterentwickelst. Der Weg ist das Ziel.

Diese Verbindung ist das Herzstück meiner Mentorings – berufswEGE für die berufliche Neuorientierung und markenwEGE für Selbstständige, die sichtbar werden wollen.

Über mich

Ich bin Ulrich Ege – Mentor für Wendepunkte, Wirtschaftsmathematiker mit über 25 Jahren Business-Erfahrung und zertifizierter Human Design Coisar Coach. Wenn du wissen willst, wie Human Design und Ikigai dir konkret helfen können, lass uns sprechen.

Oder verschaff dir zuerst einen Überblick über alle meine Angebote.

Ulrich Ege
Studienabbruch als Chance

Studienabbruch als Chance

Vom Studienabbruch zum Erfolg: Deep O.C.E.A.N. als persönlicher Wegweiser

Ein Studienabbruch kann ein Wendepunkt im Leben sein, der mit vielen Emotionen und Unsicherheiten verbunden ist. Doch statt frustriert zu sein und aufzugeben, kannst du diesen Moment als Chance betrachten, um das richtige Studienfach für dich zu finden und deine akademische Reise neu zu gestalten.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie das Deep O.C.E.A.N. Modell ein Wegweiser sein kann, der dir dabei hilft, die Gründe für deinen Studienabbruch besser zu verstehen und das für dich geeignete Studium zu finden.

Häufige Gründe für den Studienabbruch

Studienabbrüche sind keine Seltenheit. Als junge Menschen sehen sich viele Studierende mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert, die sie dazu bewegen, ihr Studium vorzeitig abzubrechen. Hier sind einige der häufigsten Gründe:

  • Überforderung und Stress: Der akademische Druck und die Anforderungen des Studiums sind für viele Studierende sehr herausfordernd. Häufig fehlt es an effektiven Lernmethoden und der nötigen Resilienz, so dass Studierende sich oft gestresst und überfordert fühlen.
  • Fehlende Unterstützung: Mit dem Studium beginnt ein neuer Lebensabschnitt, häufig in einer anderen Stadt. Es fehlt das gewohnte soziale Umfeld und die Unterstützung von Familie und Freunden. Dies kann dazu führen, dass sich Studierende allein gelassen fühlen und Schwierigkeiten mit dem Studium haben.
  • Desinteresse und Zweifel am Studienfach: Manchmal stellen Studierende nach den ersten Semestern fest, dass das gewählte Fach nicht ihren Interessen oder Fähigkeiten entspricht. Dies führt i.d.R. zu fehlender Motivation und kann so auch zu einem Studienabbruch führen.
  • Persönliche und finanzielle Umstände: Studierende können mit persönlichen Problemen wie familiären Verpflichtungen, gesundheitlichen Problemen oder finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert sein, die es schwierig machen, das Studium fortzusetzen.
  • Arbeits- oder Praktikumsangebote: Manchmal erhalten Studierende auch lukrative Arbeitsangebote oder Praktikumschancen, die sie dazu veranlassen, das Studium vorübergehend oder dauerhaft abzubrechen.
  • Schlechte Noten: Einige Studenten können feststellen, dass das gewählte Studienfach nicht das Richtige für sie ist, nachdem sie schlechte Noten für Research Papers erhalten haben. Andere können persönliche Umstände haben, die es schwierig machen, sich auf das Studium zu konzentrieren und gute Leistungen zu erzielen.

Wie wir gleich sehen werden, können einige dieser Themen durch ein besseres Verständnis für die eigene Persönlichkeit vermieden werden.

Der Ursprung von Deep O.C.E.A.N. - Das Big Five Persönlichkeitsmodell

Das Deep O.C.E.A.N. Modell basiert auf dem renommierten und wissenschaftlich fundierten Big Five Persönlichkeitsmodell und bietet eine umfassende Sicht auf die individuelle Persönlichkeit eines Menschen. Während im ursprünglichen Modell die Persönlichkeit "nur" in fünf Hauptdimensionen betrachtet wird, sind es im Deep O.C.E.A.N. Modell insgesamt zehn Persönlichkeitsmerkmale, die sich aus der Unterteilung der Hauptdimensionen in jeweils zwei Unterdimensionen ergeben.

  • Offenheit: hier wird unterschieden zwischen dem Bedürfnis nach intensivem Erleben und Abwechslung sowohl im äußeren Umfeld als auch im inneren Denken (“Intellekt”).
  • Gewissenhaftigkeit: Bestehend aus Fleiß und Ordnung, beschreibt die Ausdauer und die Fähigkeit, sich an Prozesse zu halten und Ziele zu erreichen.
  • Extraversion: unterteilt in Enthusiasmus und Dominanz, die u.a. die Begeisterungsfähigkeit und das Bedürfnis nach sozialem Status betreffen.
  • Verträglichkeit: Unterscheidung zwischen Empathie und Politeness (“Höflichkeit”), die das Bedürfnis nach sozialer Harmonie und sozialer Verantwortung beschreiben.
  • Neurotizismus: Betrachtung von Volatilität und Rückzug, die die Tendenz zu negativen Emotionen und die Fähigkeit zur Stressbewältigung betreffen.

Das Deep O.C.E.A.N. Modell ermöglicht also eine noch detailliertere Betrachtung der individuellen Persönlichkeit eines Menschen.

Die Rolle von Persönlichkeit bei der Studienfachwahl

Die Persönlichkeit spielt eine entscheidende Rolle bei der Studienfachwahl. Die individuellen Merkmale beeinflussen, welche Studienrichtungen am besten zu einem passen. Hier ein paar Beispiele für verschiedene Ausprägungen in Persönlichkeitsmerkmalen:

  • Studierende mit hoher Ausprägung in Offenheit fühlen sich tendenziell in kreativen Studiengängen oder in solchen, die intellektuelle Herausforderungen bieten, wohler, während Menschen mit eher niedriger Ausprägung i.d.R. praxisorientierte Studiengänge bevorzugen.
  • Menschen mit Gewissenhaftigkeit hoch bringen i.d.R. eine hohe Disziplin mit, die in bestimmten Studiengängen, die Fleiß und Ordnung erfordern, nötig sind (z.B. Medizin und Ingenieurwissenschaften).
  • Ist die Gewissenhaftigkeit eher niedrig ausgeprägt, sind Studiengänge, bei denen Kreativität und Flexibilität gefordert sind, eher geeignet (z.B. Eventmanagement).
  • Studierende mit Extraversion hoch fühlen sich in Studiengängen, die soziale Interaktion und Führungsfähigkeiten erfordern, tendenziell wohler (z.B. Kommunikations- und Politikwissenschaften).
  • Sofern die Ausprägung in Extraversion eher niedrig ist, könnten sich Informatik oder Naturwissenschaften anbieten, da hier konzentriertes Arbeiten und Problemlösung im Vordergrund stehen und Forschung oft stille Arbeitsumgebungen erfordern.
  • Menschen mit Verträglichkeit hoch könnten in Studiengängen glänzen, die Empathie und soziale Verantwortung betonen. Dies sind z.B. Schlüsselqualifikationen in sozialen Berufen sowie in der Pflege und im Gesundheitsmanagement oder auch im Bereich Pädagogik.
  • Demgegenüber kann eine eher niedrige Ausprägung bei Verträglichkeit eine gute Grundlage für kritische Analysen, sachliche Argumentation und Gesetzestreue sein, wie es z.B. in Unternehmensberatungen und in den Rechtswissenschaften benötigt wird.
  • Betrachten wir noch den Neurotizismus. Eine niedrige Ausprägung ist hier von Vorteil für eine gewisse Stressresistenz und emotionale Stabilität, die während des Studiums generell hilfreich sein kann. Eine hohe Ausprägung bei Rückzug könnte z.B. im Bereich Risikomanagement nützlich sein, da hier tendenziell ein stärkeres Risikobewusstsein benötigt wird.

Wichtig: dies sind nur beispielhafte Einzelaspekte der komplexen Persönlichkeit. Für die Auswahl des richtigen Studiengangs sollten alle zehn Persönlichkeitsmerkmale sowie die jeweiligen Psychodynamiken betrachtet werden, um ein genaues Bild der individuellen Stärken zu ermöglichen.

Gründe für den Studienabbruch entschlüsseln

Deep O.C.E.A.N. kann also dabei helfen, die individuellen Gründe für einen Studienabbruch genauer zu entschlüsseln. Das bessere Verständnis der eigenen Persönlichkeitsmerkmale und Präferenzen kann Hinweise darauf geben, warum es zu einem Studienabbruch gekommen ist und worauf du zukünftig bei der Studien- und Berufswahl achten solltest.

Deep O.C.E.A.N. in der Praxis: Die Suche nach dem passenden Studienfach

Sobald du ein besseres Verständnis deiner Persönlichkeit und deiner Gründe für den Studienabbruch hast, kannst du den Weg zu deinem idealen Studienfach finden. Hier sind einige Schritte, die dir dabei helfen:

  • Selbstanalyse: Analysiere bzw. reflektiere über deine Persönlichkeitsmerkmale und Interessen, die du mithilfe von Deep O.C.E.A.N. identifiziert hast.
  • Recherchieren: Suche nach Studiengängen, die zu deiner Persönlichkeit passen. Welche Fächer betonen die Aspekte deiner Persönlichkeit, die dir wichtig sind? Wo kannst du dich am besten entfalten und wofür kannst du dich motivieren?
  • Gespräche führen: Sprich mit Studienberatern, Dozenten und anderen Studierenden, um Einblicke in die verschiedenen Studiengänge zu erhalten.
  • Probestudium: Wenn möglich, probiere verschiedene Kurse aus, um zu sehen, wie gut sie zu dir passen.
  • Reflektion: Nachdem du einige Erfahrungen gesammelt hast, reflektiere darüber, wie du dich in den neuen Studiengängen fühlst. Passen sie besser zu dir?

Sehr hilfreich ist hierbei die Durchsprache deiner Testergebnisse mit dem Deep O.C.E.A.N. Coach. Hierbei werden deine zehn Persönlichkeitsmerkmale und die jeweilige Ausprägung einzeln und im Gesamtzusammenhang betrachtet. Du bekommst dadurch ein ganzheitliches Bild deiner Persönlichkeit und wertvolle Hinweise, welches Studium bzw. welches Berufsbild dir am besten entspricht.

Fazit

Der Studienabbruch ist nicht das Ende deiner akademischen Reise, sondern eine Gelegenheit, den richtigen Weg für dich zu finden. Das Deep O.C.E.A.N. Modell ermöglicht es dir, deine einzigartige Persönlichkeit und deine Interessen besser zu verstehen und das ideale Studienfach zu identifizieren. Wenn du diese Erkenntnisse nutzt, kannst du deine akademische Laufbahn erfolgreich fortsetzen und so auch deine beruflichen Ziele erreichen.

Ausblick und Ermutigung

Ermutige gerne auch andere Studierende, ihren Studienabbruch als Chance zu betrachten, nicht als Niederlage. Deep O.C.E.A.N. kann ihnen dabei helfen, ihren eigenen Weg zu finden und dadurch im Studium und im ganzen Leben ganzheitlich glücklich und erfolgreich zu sein.

Du darfst diesen Beitrag gerne auch teilen. smile

Erfahrungen & Bewertungen zu Ulrich Ege